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Sparda-Banken beginnen Austausch von 400.000 Girokarten (Up)

Softwareupdate wegen Risiken verworfen

Die Sparda-Banken halten ein Softwareupdate für Girokarten im Geldautomaten für nicht sicher genug. Um dem Jahr-2010-Bug beizukommen, tauschen sie deshalb 400.000 Girokarten aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Sparda-Banken beginnen Austausch von 400.000 Girokarten (Up)

Die Sparda-Banken müssen wegen fehlerhafter Software auf dem EMV-Chip 400.000 Girokarten austauschen. Für die Kunden sei die Aktion kostenlos, so der Sparda-Verbund von Genossenschaftsbanken. Betroffen seien nur bestimmte Girokarten mit Laufzeitende 2010 und 2011.

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Die EC-Karten werden von Mitte Februar bis Anfang April 2010 schrittweise ausgetauscht. Die persönliche Identifikationsnummer (PIN) der Karten ändert sich dabei nicht.

In den ersten Tagen des Jahres 2010 war es zu Problemen beim Einsatz von Girocards und Kreditkarten der deutschen Kreditwirtschaft im In- und Ausland an Geldautomaten und Händlerterminals gekommen. Betroffen sind rund ein Fünftel aller ausgegebenen Giro- und Kreditkarten, insgesamt 20 bis 23 Millionen Karten. Schuld ist ein Softwarefehler bei der Verarbeitung der Jahreszahl 2010 auf dem EMV-Chip der Karten. Das Problem sollte durch ein Softwareupdate gelöst worden, das aufgespielt wird, wenn das elektronische Zahlungsmittel im Geldautomaten steckt. Das hatte der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), in dem die fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft zusammengeschlossen sind, erklärt.

Alexander Baumgart, Sprecher des Verbands der Sparda-Banken, sagte Golem.de, für Sparda sei das Risiko zu hoch gewesen, dass der Jahreszahlbug auch nach dem Softwareupdate später wieder auftrete oder ein neues Problem entstünde. "Das möchten wir den Kunden einfach nicht zumuten. Wir sehen einen Austausch der Karten als sinnvollste und sauberste Lösung."

Die fehlerhaften EMV-Chips stammen auch von dem französischen Chipkartenhersteller Gemalto. Die Sparda-Banken behalten sich laut Baumgart Regressansprüche gegen Gemalto vor.

Nachtrag vom 20. Januar 2010, 16:21 Uhr

"Ein Sicherheitsrisiko bestand zu keinem Zeitpunkt", sagen die Sparda-Banken zum 2010-Bug. Ähnlich haben sich andere Banken und Bankenverbände geäußert. Der Aachener Gerichtssachverständige Markus a Campo sieht das allerdings anders. Er sagte dem TV-Magazin Plusminus, die meisten EC-Karten hätten zwei Systeme, die unabhängig voneinander arbeiteten: Den Magnetstreifen, der bis Ende des Jahres durch das Chipkartensystem abgelöst werden soll, und das EMV-Chipsystem. Da der veraltete Magnetstreifen jetzt wegen des 2010-Bug wieder verstärkt verwendet wurde, habe der Bankkunde jeweils drei Versuche bei der PIN-Eingabe auf dem Chip und drei Versuche für die Magnetkarte. Sechs statt drei Fehlversuche für die EC-Karte bedeuten aber eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, die richtige PIN durch bloßes Raten herauszubekommen.



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likely 02. Mär 2011

"Für die Kunden sei die Aktion kostenlos" - am ende bezahlt das alles der Kunde. in...

Jakelandiar 21. Jan 2010

Nein. Auch wenn sie das in DIESEM einen Artikel vielleicht scheiße gekürzt haben, steht...

nicoledos 21. Jan 2010

Die KarstadtQuelle Bank ist eine unabhängie Bank, hat mit Quelle nichts ausser dem Namen...

Truth returns 20. Jan 2010

Das verstehen Kleingeister nicht. Anständige Journalisten würden die Kosten auf pro...

Fantomas 20. Jan 2010

Das ist natürlich richtig. Aber: In diesem Thread geht es und die Bank ansich, und um...


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