Samsung zahlt Rambus 900 Millionen US-Dollar
Im Rahmen der Einigung werden alle gegenseitigen Forderungen fallengelassen, teilt Rambus mit, die Unternehmen wollen nun zusammenarbeiten. Rambus hatte Samsung vorgeworfen, mit seinen DRAM-Speicherbausteinen Rambus-Patente zu verletzen. Nun verfügt Samsung laut Rambus über eine Lizenzvereinbarung für alle in seinen Halbleiterprodukten und insbesondere DRAM-Speicherbausteinen genutzten Rambus-Patente.
Samsung wird Rambus' Speicherschnittstellen-Erfindungen künftig in Grafikspeicher und Speicher für mobile Endgeräte einsetzen. Außerdem werde über eine Zusammenarbeit bei Serverspeichern und schnellem NAND-Flash-Memory nachgedacht, so Rambus.
Samsung investiert dafür 200 Millionen US-Dollar in Rambus-Aktien. Außerdem wird das Unternehmen sofort 200 Millionen US-Dollar an Rambus zahlen, in den nächsten fünf Jahren folgen vierteljährliche Zahlungen von je 25 Millionen US-Dollar.
Rambus soll seine Konkurrenten bei DRAMs nach Ansicht der EU-Wettbewerbsbehörde in einen Patenthinterhalt gelockt haben. Der Entwickler soll zunächst vorsätzlich verschwiegen haben, Patente und Patentanmeldungen zu besitzen, die für die JEDEC-Norm relevant waren, und habe anschließend Lizenzgebühren erhoben. Die US-amerikanische Normungsorganisation JEDEC hat eine branchenweite Norm für DRAMs entwickelt, der rund 95 Prozent aller auf dem Markt erhältlichen DRAMs entsprechen. Der klagefreudige Chiptechnikentwickler hat nach einer zweijährigen Untersuchung Ende 2009 zusagen müssen, seine Patentgebühren zu senken.
Der Streit zwischen Nvidia und Rambus läuft derweil weiter. Das US-Patentamt hat bereits 17 Rambus-Vorwürfe zurückgewiesen, um acht weitere wird noch gestritten.
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