Datenschutz: Bing löscht früher
Mit der verkürzten Aufbewahrungsfrist für Anfragen an seine Suchmaschine Bing will Microsoft die Privatsphäre seiner Nutzer verbessern. Europäische Datenschützer drängen mindestens auf eine verkürzte Speicherdauer für IP-Adressen, da sich aus den Daten andernfalls persönliche Profile der Nutzer über einen langen Zeitraum erstellen lassen.
Microsoft betont(öffnet im neuen Fenster), bei eingehenden Suchanfragen sofort eine Deidentifikation vorzunehmen und meint damit ein klare Trennung zwischen Suchanfragen und Accountinformationen. Nach bislang 18 und künftig sechs Monaten wird dann die komplette IP-Adresse gelöscht, zusammen mit der deidentifizierten Cookie-ID und allen anderen IDs, die Microsoft zusammen mit der Suchanfrage gespeichert hat.
Allerdings will sich Microsoft für die Umsetzung der neuen Strategie zum Speichern von IP-Adressen zwölf bis 18 Monate Zeit lassen.
Google hatte bereits im September 2008 angekündigt, IP-Adressen nur noch für neun statt zuvor 18 Monate zu speichern. Allerdings werden die Adressen bei Google nach neun Monaten nicht gelöscht, sondern lediglich anonymisiert.
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