FBI verschaffte sich Daten unter Vorwand

Beamte sammelten Verkehrsdaten mit falschen Terrorwarnungen

Der Generalinspekteur des US-Justizministeriums wird in seinem neuen Bericht, der im Laufe des Monats erscheinen wird, erneut die US-Bundespolizei kritisieren. Laut dem Bericht haben sich FBI-Beamte mehrere Jahre lang mit falschen Dringlichkeitsverordnungen Telefonverbindungsdaten verschafft und damit Richtlinien der Behörde sowie Bundesrecht verletzt.

Artikel veröffentlicht am ,

Die US-Bundespolizei FBI hat sich unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung über mehrere Jahre unrechtmäßig Telefonverkehrsdaten beschafft, berichtet die Washington Post. In einem Bericht, der im Laufe des Monats veröffentlicht werden soll, komme Glenn Fine, Generalinspekteur des Justizministeriums, zu dem Schluss, dass die Bundespolizei zwischen 2002 und 2006 wiederholt Gesetze verletzt habe, um Telefonverbindungsdaten zu bekommen.

Datensammlung unter Vorwand

Stellenmarkt
  1. Security Engineer Public Key Infrastructure (PKI) (m/w/d)
    Westnetz GmbH, verschiedene Standorte
  2. Anforderungs- / Prozessmanager (m/w/d) im Beschwerdemanagement
    Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH DEW21, Dortmund
Detailsuche

Als Vorwand gaben die Beamten bei Telefongesellschaften zum Teil falsche Terrorwarnungen an, zum Teil überredeten sie die Unternehmen einfach, ihnen die Verbindungsdaten zu überlassen. Vorgesetzte erteilten nachträglich Genehmigungen für die Abfragen.

Aus den Daten soll weder der Inhalt der Gespräche noch die Identität der Teilnehmer hervorgehen. Das Vorgehen stelle einen technischen Verstoß gegen den Electronic Communications Privacy Act (ECPA) dar, räumte FBI-Chefsyndika Valerie Caproni im Gespräch mit der Zeitung ein. Der ECPA schreibt das Telefongeheimnis in den USA fest. Die Datensammelaktionen hätten nicht auf diese Art und Weise stattfinden dürfen, sagte Caproni. Auch die nachträglichen Genehmigungen seien nicht gut durchdacht gewesen.

Praxis schon einmal angeprangert

Die Bundespolizei hatte bereits im Jahr 2007 zugegeben, dass sich eine Einheit unrechtmäßig Telefonverbindungsdaten beschafft habe. Seinerzeit war von 22 Fällen die Rede gewesen. Im Frühjahr 2008 hatte Fine diese Datensammelpraxis in seinem Bericht schon einmal angeprangert.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.07.2022, virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Anfangs war jedoch nur von wenigen Daten die Rede gewesen. Nach dem neuen Bericht soll die Datensammlung weitaus umfangreicher gewesen sein: Insgesamt hätten FBI-Beamte in der Zeit zwischen 2002 und 2006 die Herausgabe von 4.400 Datensätzen auf der Basis von Dringlichkeitsverordnungen von den Telefongesellschaften verlangt. In mehr als der Hälfte der Fälle hätten Beamte Daten unter der Verletzung von Gesetzen verlangt, gestanden hochrangige FBI-Mitarbeiter gegenüber der Washington Post ein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


hmpf... 20. Jan 2010

Ja da muss ich dir recht geben, ich hätte das auch nicht gedacht. Da war das FBI echt mal...

TheTank 20. Jan 2010

Ein Beispiel warum 'richterlicher Vorbehalt' für den **** ist. Die FBI muss auch zum...

LX 19. Jan 2010

Ich vermute eher, die Leute, die das haben an die Öffentlichkeit dringen lassen, werden...

Klugkoter 19. Jan 2010

dann wird sie auch missbräuchlich verwendet werden. QED.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Brandenburg: DNS:Net-Verteiler sei wegen Telekom-Werbebanner überhitzt
    Brandenburg  
    DNS:Net-Verteiler sei wegen Telekom-Werbebanner überhitzt

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld sei ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen.

  2. Vodafone: Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff
    Vodafone
    Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff

    Bei der Entwicklung des Containers mit Wasserstoffmotor sind Erfahrungen aus Einsätzen bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingeflossen.

  3. Kryptogeld: Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus
    Kryptogeld
    Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus

    Ein Gericht hat die Liquidation von Three Arrows Capital angeordnet. Der Bitcoin sinkt wieder unter die Grenze von 20.000 US-Dollar.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /