Linux-Kernel 2.6.33 für Anfang März erwartet
Auf der Linux.conf.au(öffnet im neuen Fenster) in Wellington, Neuseeland, stellen die Kernel-Entwickler ihre Arbeiten an der kommenden Version des Linux-Kernels vor, darunter das Einpflegen des Nouveau-Treibers. Der Nouveau-Treiber ist ein Nachbau des in Teilen proprietären Nvidia-Treibers nvidia und soll diesen langfristig ersetzen. Eine weitere Neuheit ist das dynamische Ftrace, mit dem die Entwickler künftig systemweit Fehler aufspüren können.
Derweil hat Greg Kroah-Hartman die Roadmaps(öffnet im neuen Fenster) für die gegenwärtig offiziell vom Kernel-Entwicklerteam gepflegten Versionen 2.6.27, 2.6.31 und 2.6.32 vorgestellt. Die als "long-term-"elease eingestufte Version 2.6.27 werde Kroah-Hartman voraussichtlich noch sechs bis acht Monate pflegen, danach könne er für deren Stabilität nicht mehr garantieren. Der Code habe sich seit dem Erscheinen vor zwei Jahren zu sehr verändert, als dass weiterhin Patches problemlos in diese Version einfließen könnten. Ein Freiwilliger habe sich gemeldet, um den Kernel-Zweig weiter zu pflegen, er könne aber noch nicht offiziell für ihn sprechen.
Für die Version 2.6.31 werde es zukünftig keine Updates mehr geben, so Kroah-Hartman. Die gegenwärtige Version 2.6.32 hingegen werde wieder länger gepflegt und soll somit 2.6.27 als "long-term-"elease ablösen. Damit werde die Pflege für mindestens zwei bis drei Jahre aufrechterhalten. Als Grund nennt der Kernel-Entwickler, dass diese Version von mindestens zwei Distributionen in ihren Enterprise-Varianten verwendet wird.
Vor wenigen Tagen waren für alle drei Versionen aktualisierte Varianten(öffnet im neuen Fenster) erschienen, die die Versionsnummern 2.6.32.4, 2.6.31.12 und 2.6.27.44 tragen. Während 2.6.32 mit 52 Patches versehen wurde, darunter einige sicherheitsrelevante, kommen die anderen beiden mit weniger als zehn Reparaturen aus. Wie immer raten die Entwickler, auf die neue Version aufzurüsten. Die Versionen 2.6.30 und 2.4.37 blieben in dieser Reparaturrunde unangetastet.
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