Apple - Ankündigung einer Ankündigung
Noch nie haben sich die Gerüchte um einen Tablet-PC von Apple so sehr verdichtet wie jetzt. Am 27. Januar 2010(öffnet im neuen Fenster) , das erwarten Apple-Fans und auch große Teile der Fachpresse, soll es endlich so weit sein. Apple sagt dazu natürlich nichts Konkretes. Auf Nachfrage bestätigte Apple Deutschland aber den 27. Januar 2010 als Termin für eine Veranstaltung in den USA. Zeitpunkt: 10 Uhr (PST, GMT -8). Aufgrund der Zeitverschiebung wird es die Neuigkeit, wie auch immer sie aussehen mag, hierzulande also abends gegen 19 Uhr geben.
Deutsche Apple-Fans müssen also den ganzen Tag über ausharren und werden sich solange fragen, ob es ein Slate-Mac sein wird, also ein Tablet ohne Tastatur, oder vielleicht doch etwas völlig anderes, wie etwa ein Macbook mit Core-i5-CPU.
Glaubt man den Gerüchteseiten, die selten so ausführlich über ein noch nicht veröffentlichtes Produkt berichtet haben, kommt definitiv ein Tablet . Vermutlich mit einem 10-Zoll-Display und in der Slate-Ausführung. Das Eintippen von Texten ginge, wenn überhaupt, nur mit einer virtuellen Tastatur. Angereichert wird das durch eine konsequente Multitouchbedienung. Bei der Bedienung erwartet die Apple-Gemeinde nichts anderes. Mit den Tablet-PC-Fähigkeiten von Mac OS X konnte Apple allerdings bisher nicht überzeugen. Der Bedarf ist da, das zeigt auch das Modbook, ein zu einem Slate umgebautes Macbook . Im Test erwies sich Mac OS X aber als wenig geeignet für ein Slate.
Apple müsste also auch auf der Softwareseite im geheimen Softwarelabor etwas Neues haben. Die Spekulationen reichen bis hin zu einer iPhone-4.0-Software, die wiederum auf die Hardware schließen ließe. Möglicherweise kommt Imagination Technologies' PowerVR SGX545 zum Einsatz, Apple ist mit Imgtec immerhin eng verbunden(öffnet im neuen Fenster) , auch wenn die Hinweise darauf längst und vielleicht auch vorsorglich von der Webseite entfernt wurden.
Erfahrung hat im Bereich der Tablet-PCs vor allem Microsoft. Mehrere Windows-Versionen kommen mit speziellen Fähigkeiten für Tablet-PCs und Microsofts Office ist ebenfalls Tablet-PC-tauglich. Allerdings macht sich Microsoft seinen riesigen Vorsprung konsequent kaputt. Der Hersteller will für die billigsten Windows-Versionen keine Tablet-PC-Fähigkeiten anbieten. Und so findet sich aus Kostengründen bei vielen Ankündigungen von günstigen, theoretisch massenmarkttauglichen Slate-Geräten nur Windows 7 in der Starter Edition. Die virtuelle Tastatur wird günstig eingekauft , statt die gut integrierte und multitouchtaugliche Tastatur von Microsoft zu nutzen.
Apple könnte genau hier ansetzen, denn der Hersteller hält traditionell nicht viel von künstlichen Produktabstufungen von Software. Die Abstufungen beschränken sich auf Client und Server, oder im Falle von Final Cut auf eine Pro-Version und eine Express-Version.
Auch über Inhalte für Apples Tablet-Gerät wird schon spekuliert: Dass die New York Times ebenfalls am 27. Januar 2010 etwas vorstellen möchte, mobile Bezahlinhalte nämlich, finden viele verdächtig und vermuten eine Partnerschaft der Zeitung mit dem Macbook-Hersteller.
Eine Garantie ist die Gerüchteverdichtung aber nicht. Allerdings wird Apple wohl nur ungern für extrem lange Gesichter(öffnet im neuen Fenster) sorgen wollen. Wenn es kein Tablet ist, dann ist es bestimmt irgendwas anderes.
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