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Exploits für IE-Sicherheitslücke kursieren im Internet

Hacks funktionieren mit IE-Versionen 6 und 7 unter Windows XP SP3. Inzwischen sind Varianten der Exploits, über die Hacker Angriffe auf Google starteten, im Internet aufgetaucht. Die getesteten Exploits ermöglichen Angreifern, über den Internet Explorer die Kontrolle über kompromittierte Rechner zu erlangen.
/ Jörg Thoma
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Das Online-Nachrichten-Portal The Register(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass die Exploits sowohl dem Open-Source-Projekt Metasploit(öffnet im neuen Fenster) als auch dem kostenpflichtigen Immunity Canvas(öffnet im neuen Fenster) bekannt sind. Immunity-Entwickler Kostya Kortchinsky bestätigte gegenüber The Register, dass der Schadcode über einen sogenannten Invalid Pointer Reference Bug im Internet Explorer eingeschleust werden kann. Erfolgreich getestet wurde der Schadcode in den Versionen 6 und 7 des Browsers auf einem System mit Windows XP SP3. Bislang führte der Schadcode zwar im IE 8 lediglich zu einem Absturz des Systems, es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis er auch dort funktioniere.

Auch Metasploit-Programmierern sei es gelungen, den Schadcode erfolgreich in IE 6 zu verwenden. Projektleiter H D Moore berichtet, der Code sei zuvor auf Wepanet aufgetaucht(öffnet im neuen Fenster) , einem Webdienst zum Testen potenziell schadhaften Codes in einer Sandbox-Umgebung.

Erste Sicherheitsmaßnahmen seitens des Benutzers sollte die Aktivierung der Datenausführungsverhinderung - Data Execution Prevention (DEP) - sein; sie ist bislang nur im Internet Explorer 8 standardmäßig eingeschaltet. Zudem soll es helfen, die Sicherheitsstufe für den Internet- und Intranetzugriff auf hoch zu setzen. Da der Angriff mittels Javascript ausgeführt wird, hilft auch die Abschaltung von Javascript, was aber für die meisten Nutzer nicht praktikabel ist. Microsoft betont, dass Windows Vista und Windows 7 weniger gefährdet sind, weil der Browser dort im geschützten Modus läuft, der solche Angriffe erschwert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt hingegen, bis zur Veröffentlichung eines Patches auf einen alternativen Browser umzusteigen.


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