3D-Software soll helfen, Straftaten aufzuklären
Die britischen Behörden wollen künftig bei der Aufklärung von Straftaten 3D-Software nutzen, wie sie auch in Computerspielen oder für Effekte in Spielfilmen eingesetzt wird. Die Animationen und 3D-Rekonstruktionen sollen vor allem bei der Aufklärung von Straftaten in Gerichtsverhandlungen zum Einsatz kommen.
Die Computerdarstellungen sollen Richtern und Geschworenen ein besseres Bild von einem Tatort oder vom Ablauf einer Straftat vermitteln, erklärte die Scottish Police Services Authority (SPSA). Mit Hilfe der Computergrafik könne beispielsweise gezeigt werden, wie sich ein Mord abgespielt habe, wo die Ermittler am Tatort Beweismittel gefunden haben oder wie es zum Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen gekommen ist.
Den Anfang macht die SPSA. Die Schotten hatten in der Vergangenheit 3D-Software vereinzelt zur Aufklärung besonders spektakulärer Fälle eingesetzt. Die Strafverfolger in den anderen Landesteilen Großbritanniens bekommen die Systeme in Kürze ebenfalls.
Multimediaanwendungen seien für Ankläger ein wichtiges Hilfsmittel, um komplexe wissenschaftliche oder technische Beweismittel zu erklären, sagte Frank Mulholland, stellvertretender schottischer Generalstaatsanwalt. "Mit aktuellen forensischen Animationen kann der Ankläger beispielsweise Beweismittel zeigen, ein Zeuge kann damit seine Aussage so erklären, dass die Geschworenen sie besser verstehen." Außerdem könnten die Animationen Tatortfotos ersetzen, die oft zu schrecklich und verstörend seien, um sie den Geschworenen vorzulegen.
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