Abo
  • Services:

EA-Chef Riccitiello gerät in die Kritik

US-amerikanische Analysten reagieren frustriert auf EA-Probleme

Hohe Verluste, Gewinnwarnungen, Entlassungen: Bei Electronic Arts folgt derzeit eine negative Unternehmensmeldung auf die andere. Jetzt gerät das Management um Vorstandschef John Riccitiello in die Kritik, Rücktrittsforderungen werden laut.

Artikel veröffentlicht am ,

"EA ist im falschen Geschäft, mit der falschen Kostenstruktur und dem falschen Team", schreibt Mitch Lasky, der früher selbst bei Electronic Arts in führenden Managementpositionen tätig war und jetzt bei einer Investmentfirma arbeitet, in seinem Blog. Lasky spricht besonders klar aus, was auch andere Analysten in den USA zunehmend äußern: Dass EA-Chef John Riccitiello die falsche Strategie verfolgt und sich die Serie von Negativmeldungen rund um das Unternehmen fortsetzen wird.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Schillergesellschaft e.V., Marbach am Neckar
  2. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen bei Freiburg im Breisgau

Lasky vertritt die Auffassung, dass bei EA nur noch eines von drei wesentlichen Standbeinen intakt sei, nämlich das Vertriebsgeschäft und der Bereich digitale Inhalte (etwa Handyspiele). Anders sehe es bei EA Sports und EA Games aus: Die Sportabteilung sei von steigenden Lizenzkosten betroffen, außerdem habe sie den Trend zu neuen Geschäftsmodellen auf Onlinebasis verschlafen.

Noch schlimmer stehe es um den Geschäftsbereich EA Games, der sich auf klassische Vollpreisspiele konzentriert. Dort habe man jahrelang zu viel Geld in überteuerte Produktionen gesteckt: "Die Budgets für Spore und Der Pate hatten ein lächerliches Niveau erreicht, und sogar die Ausgaben für halbwichtige Produkte wie Die Simpsons und Superman waren viel zu hoch". Trotz der hohen Investitionen seien zu viele Flops dabei gewesen. Lasky nennt neben Spore auch Dead Space, Mirror's Edge und Need for Speed: Underground. Auch von künftigen Titeln wie Dante's Inferno oder Star Wars: The Old Republic erwarte er nicht viel, weil die grundlegende Strategie falsch sei.

Lasky schreibt, er habe dem Riccitiello-Vorgänger Larry Probst schon im Februar 2007 vorgeschlagen, sofort die Kosten um 200 Millionen US-Dollar zu senken, unter anderem durch Entlassungen, gleichzeitig aber extrem viel Geld in Forschung und Entwicklung sowie in Übernahmen zu stecken, die vor allem auf digitale Distribution und langfristige Onlinegeschäftsmodelle abzielen sollten.

Abschließend wundert sich Lasky, dass Electronic Arts angesichts des Firmenwerts, der mittlerweile unter vier Milliarden US-Dollar liegt, nicht längst aufgekauft worden ist. Seinen Angaben nach hat Disney schon seit den 1990er Jahren immer wieder ein Auge auf EA geworfen, aber auch für einige chinesische Unternehmen wäre sein alter Arbeitgeber durchaus interessant und leicht zu schlucken.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 45,99€ Release 04.12.
  2. 24,99€
  3. (-79%) 4,25€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)

peonxeon 15. Jan 2010

Jap... EA ist die zerstörerische Kraft, welche den PC-Spiele-Sektor seit über einem...

314159 15. Jan 2010

weil es eine weile dauert bis sich sowas in der sphäre der entscheider rumgesprochen...

Echt mal 15. Jan 2010

Ziehen wir doch von jedem, der EA abschaffen will, Geld ein und kaufen dann die Firma...

EronX 14. Jan 2010

Wie lächerlich ist denn dein Argument (Andre777). 1. demokratische Werteordnung: Was...

Dietbert 14. Jan 2010

Der MArkt wird es regeln, wenn EA weiterhin am Markt vorbei programmiert oder politisiert...


Folgen Sie uns
       


Odroid Go - Test

Mit dem Odroid Go kann man Doom spielen - aber dank seines ESP32-Mikrocontrollers ist er auch für Hard- und Softwarebastler empfehlenswert.

Odroid Go - Test Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /