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VMware kauft Yahoos Open-Source-E-Mail-Tochter Zimbra

Kaufpreis bei bis zu 350 Millionen US-Dollar. Yahoo trennt sich von seiner E-Mail-Tochter Zimbra. Der bekannte Open-Source-Hersteller könnte dem angeschlagenen Internetunternehmen bis zu 350 Millionen US-Dollar bringen. Käufer ist der Marktführer bei Virtualisierungslösungen VMware.
/ Achim Sawall
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VMware kauft die Yahoo-Tochter Zimbra. Das gab das Unternehmen am 12. Januar 2010 bekannt. Der Preis für den Anbieter von Open-Source-E-Mail-Software, Kalendersoftware und Groupware für Geschäftskunden wurde nicht genannt. Das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) , die EMC-Beteiligung VMware habe einen Betrag zwischen 100 Millionen US-Dollar und 350 Millionen US-Dollar für Zimbra bezahlt.

VMware erwirbt die gesamte Zimbra-Technologie und die geistigen Urheberrechte an den Softwareprodukten. Yahoo kann die Zimbra-Software aber weiter in seinen Kommunikationsdiensten nutzen, darunter auch in Yahoo Mail und im Yahoo Calendar.

VMware will die bestehenden Zimbra-Produkte weiter unterstützen und besonders Projekte im Bereich vSphere-basierte Cloud-Infrastruktur weiterentwickeln.

Nach nur zwei Jahren weiterverkauft

Die Zahl der genutzten Zimbra-Mailboxen stieg 2009 nach Unternehmensangaben um 86 Prozent auf 55 Millionen. Der Kundenstamm unter kleinen und mittleren Unternehmen soll sich mehr als verdoppelt haben. Zimbra hat circa 100 Beschäftigte. Yahoo hatte Zimbra erst am 17. September 2007 übernommen.

Zimbra bietet seine E-Mail- und Groupware-Lösung sowohl quelloffen als auch proprietär an. Zimbra Network, die kostenpflichtige Version, enthält zusätzlich eine Mapi-Schnittstelle und Synchronisierungsmöglichkeiten für verschiedene mobile Geräte. Proprietäre Komponenten erlauben die Verbindung zu Microsoft Outlook für die Kalendersynchronisation. Der Zugang für Administratoren und Benutzer erfolgt über eine Ajax-basierte Webschnittstelle.


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