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Speichert Facebook gelöschte Daten und Nutzerverhalten?

Inzwischen sei das Masterpasswort ersetzt worden durch ein etwas ausgefeilteres Zugangssystem: Will ein Mitarbeiter das Profil eines anderen öffnen, muss er einen Grund angeben, dann erhält er Zugang dazu.

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Aus Datenschutzgründen entlassen

Der Grund müsse jedoch gut sein - etwa das Vorhaben, Profile mit falscher Identität zu finden oder Nutzer, die andere belästigen, aufzuspüren. Andernfalls drohten Konsequenzen: So seien mindestens zwei Angestellte entlassen worden, weil sie die Profile von Nutzern verändert hätten, erzählte die Interviewpartnerin und gab zu, ihrerseits in fremde Nutzerkonten hineingeschaut zu haben - aus beruflichen Gründen, aber auch aus persönlicher Neugier.

Aber auch ohne das Masterpasswort hätten Facebook-Mitarbeiter Zugang zu dem, was die Nutzer für privat halten. So würden alle Nachrichten, auch die gelöschten, in einer Datenbank gespeichert. "Wir brauchen die Datenbank nur zu durchsuchen und können sie lesen, ganz ohne Zugang zum Nutzerkonto. Das wissen viele gar nicht."

Facebooks Datenschutzbeauftragter

Immerhin: Trotz der Tatsache, dass Zuckerberg Privatsphäre für veraltet hält, leistet sich Facebook einen Datenschützer, den Chief Privacy Officer Chris Kelly. Doch das Vorgehen beim Datenschutz ist nicht sehr konsequent: Setze sich ein Team daran, neue Bedingungen zu formulieren, würden diese lediglich einem Projektmanager vorgelegt und dann veröffentlicht, berichtet die Mitarbeiterin. Riefen sie Proteste bei der Nutzerschaft hervor, zöge Facebook sie eben wieder zurück.

An anderer Stelle wird indes mehr Aufwand getrieben: Gehe es darum, Funktionen einzuführen, die die Seite schneller machen, mehr Klicks pro Minuten generieren und dabei möglichst auch noch das Datenaufkommen verringern, werden aufwendige Testverfahren wie Eye-Tracking eingesetzt.

Die Interviewpartnerin äußerte sich schließlich auch zur Strategie des Angebots: Ziel sei, die Internationalisierung konsequent weiter zu betreiben. Wie vehement, zeige das Beispiel Iran: Als 2009 die Bedeutung von Facebook für den Präsidentschaftswahlkampf offenkundig wurde, sei das komplette Angebot in nur anderthalb Tagen in Farsi übersetzt worden. In Ländern wie dem Iran oder in vielen Drittweltländern gehe es dabei nur darum, Menschen zu ermöglichen, in Kontakt zu bleiben - "was ja unser eigentliches Ziel ist". Für Werbeeinnahmen sind diese Regionen wenig interessant. Einnahmen werden praktisch vollständig in den USA, Kanada, Mexiko, Europa und Australien generiert.

Wahrheit oder Fälschung?

Facebook selbst weist die Darstellung der Interviewpartnerin von The Rumpus zurück. "Dieses Interview enthält genau die Ungenauigkeiten und falschen Darstellungen, die man von einer anonymen Quellen zu erwarten hat. Dabei wollen wir es belassen", sagte Facebook-Sprecher Larry Yu dem US-Branchendienst Cnet. Der US-Branchendienst bezweifelt ebenso wie viele Kommentatoren im Blog The Rumpus die Echtheit des Interviews und der Angaben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Interviewpartnerin dadurch Gefahr liefe, aus der Anonymität geholt zu werden. Der Name des Interviewers ist schließlich bekannt, so die Überlegung. Daher dürfte es kaum Probleme bereiten, die Interviewpartnerin anhand dessen Freundesliste bei Facebook zu identifizieren.

The Rumpus hingegen beharrt auf der Echtheit des Interviews. "Lange vor der Veröffentlichung stellte ich zu meiner Befriedigung fest, dass dieses Interview wirklich stattgefunden hat. Ich hätte es nicht gebracht, wenn es auch nur den geringsten Hinweis auf eine Falschmeldung gegeben hätte", hält Mitarbeiter Jeremy Hatch den Zweiflern entgegen.

 Speichert Facebook gelöschte Daten und Nutzerverhalten?

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commenter 28. Dez 2010

"Downlaod bereitstellen lassen" Wo kann man das? Im Web-Frontend? Oder wo kann man den...

Tingelchen 14. Jan 2010

Ja diese Regelung gibt es. Die gilt aber nur für wirtschaftliche Daten wie z.B...

Nonymous 13. Jan 2010

Ich hab noch nie etwas von "Anonymous" und Raids gehört.

Englishman 13. Jan 2010

Trendwhore = Trendhure, nicht Schwuchtel

Gölem 13. Jan 2010

Da kann man nicht mal die Löschung (wenn auch wie bei Facebook nur "oberflächlich") des...



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