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Nvidia bestätigt: Neuer Ion als diskrete GPU für Pine Trail

CES2010
Plattform dann mit insgesamt drei Chips. Auf der CES hat Nvidia Golem.de bestätigt, dass das Unternehmen eine neue Version seines bei Anwendern geschätzten Chips "Ion" für Netbooks mit Intels Atom-Prozessor plant. Es handelt sich aber um einen reinen Grafikprozessor, nicht mehr einen Chipsatz mit integrierter Grafik.
/ Nico Ernst
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Produktmanager Mark Aevermann wollte im Gespräch mit Golem.de zwar nicht viele Details zum neuen Ion preisgeben, aber immerhin dieses: Der Chip soll per PCI-Express an den NM10 von Intel angebunden werden und nur Grafikfunktionen übernehmen. Damit handelt es sich nicht mehr um einen Chipsatz, wie ihn noch der Geforce 9400M darstellte, der in Verbindung mit den Atoms der ersten Generation auch I/O-Funktionen bereitstellte.

Intel hat bei der neuen Atom-Familie wie beispielsweise dem Netbook-Prozessor N450 den Frontsidebus gestrichen, und nach Intels Meinung hat Nvidia keine Lizenz für andere Busse – die beiden Unternehmen streiten darüber derzeit vor Gericht. Folglich bleibt Nvidia vorerst nichts anderes übrig, als eine vermutlich sehr sparsame GPU für die neue Plattform Pine Trail anzubieten. Dieser Weg steht aber auch AMD offen, das zudem ein vollständiges Patentaustauschabkommen mit Intel hat. Bisher gibt es von AMD jedoch keine Ankündigungen von Atom-Chipsätzen oder dem künftigen Ion ähnlichen GPUs.

Aevermann erklärte, der nächste Ion werde die Beschleunigung von Full-HD-Videos inklusive der Codecs von Blu-ray-Discs unterstützen. Das kann allerdings auch schon der 9400M, so dass nicht klar ist, welche zusätzlichen Funktionen Ion für Pine Trail bringen wird, etwa mehr Spieleleistung.

Intel selbst ist sich der HD-Schwäche bei Pine Trail durchaus bewusst und empfiehlt daher zusätzliche Videodecoder etwa von Broadcom, die unter anderem Dell in seinen neuen Netbooks verbaut. Das dürfte aber eher die Ausnahme als die Regel bleiben, weil so doch wieder drei statt zwei Chips nötig sind. Das macht das Layout der Mainboards komplizierter und treibt die Kosten in die Höhe. Für besonders günstige sowie flache Netbooks dürften viele Hersteller allein auf Intels Lösung aus zwei Bausteinen setzen.


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