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i4i-Streit: Microsoft stellt Onlineverkauf von Word ein

Nur noch eine Version der Textverarbeitung in den USA verfügbar

In seinem Onlineshop in den USA hat Microsoft den Verkauf von Word praktisch eingestellt. "Dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar", hieß es dort. Grund ist der Rechtsstreit mit i4i.

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i4i-Streit: Microsoft stellt Onlineverkauf von Word ein

Microsoft hat als Reaktion auf das durch i4i erstrittene Verkaufsverbot das Onlineangebot seiner Textverarbeitung Word in den USA fast komplett eingestellt. Am 11. Januar 2010 war im Onlineshop Microsoft Store nur noch Office Ultimate 2007 für 670 US-Dollar als Vollversion verfügbar.

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Alle anderen Word-Versionen, Office 2008 für Mac eingeschlossen, waren mit der Nachricht versehen: "Dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, weil wir ein Update auf der Seite durchführen. Wir erwarten, dass es in Kürze wieder verfügbar sein wird." Das berichtet das US-Magazin Computerworld. Michael Croan, ein Senior Marketing Manager bei Microsoft, bestätigte der Computerworld, dass der Verkaufsstopp von Office auf den Rechtsstreit mit i4i zurückgeht.

"Wir haben Maßnahmen ergriffen, um den Auflagen des Gerichts nachzukommen, und wir sind dabei, eine überarbeitete Software in den US-Markt einzuführen." Im stationären Handel sowie in vielen Onlineshops in den USA waren die Wordprodukte weiter verfügbar.

Im Patentrechtsstreit zwischen Microsoft und der kanadischen Firma hatte ein texanisches Gericht am 11. August 2009 ein Verkaufsverbot für die Textverarbeitung Word verhängt. Microsoft muss zudem rund 290 Millionen US-Dollar an i4i zahlen. Ein Berufungsverfahren gegen i4i am 22. Dezember 2009 ging für Microsoft verloren: Das Gericht bestätigte die Geldstrafe und das Verkaufsverbot. Der Softwarekonzern bekam bis zum 11. Januar 2010 Zeit, die Auflagen zu erfüllen.

I4i stellt XML-basierte Content-Management-Software her und bietet eine Software, die Microsoft Word um XML-Funktionen erweitert. Der XML-Spezialist beschuldigt Microsoft, das US-Patent Nr. 5,787,499 vorsätzlich zu verletzen. Microsoft weist die Anschuldigung zurück und bestreitet die Gültigkeit der Patente von i4i.

Microsoft hatte am 29. Dezember 2009 seinen OEM-Partnern einen Patch für Word unter dem Titel 2007 Microsoft Office Supplement Release (October 2009) bereitgestellt. Im Erklärungstext dazu heißt es: "Nachdem dieser Patch installiert ist, kann Word keine Custom XML-Elemente mehr lesen, die in DOCX, DOCM oder XML-Dateien enthalten sind. Diese Dateien werden sich auch weiterhin öffnen lassen, aber die Custom XML-Elemente werden entfernt." Custom XML legt innerhalb des Open XML-Standards fest, wie eigene XML-Datenstrukturen abgelegt werden, so dass die Hostanwendungen diese erkennen, verarbeiten oder unberührt lassen.



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Karavan... 13. Jan 2010

Was ja nicht das erste Mal wäre. Microsoft hat damals bei ihrer Zusammenarbeit mit Intel...

Fee 12. Jan 2010

In jedem Rechtsstaat entscheidet im Zweifelsfall der Richter ob geltendes Gesetzt...

Patenttroll 12. Jan 2010

[] Du hast verstanden was ein Verkaufsverbot ist und was für Konsequenzen/ Strafzahlungen...

Fritten Fred 12. Jan 2010

Ja, fand ich auch doof dass MS den gigantischen Markt von Unix als Desktopsystem Anfang...


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