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Intel-Zukunft: Werbung, die dem Betrachter hinterherguckt

Transparentes Werbetafelkonzept passt sich dem Zuschauer an. Mit einer Webcam ausgestattete digitale Werbetafeln (Digital Signage) von Intel und Frog Design schauen sich den Nutzer genau an. Je nach seinem Alter gibt es dann entweder Spielzeug- oder Medikamentenwerbung. Auch das Geschlecht bestimmt, was von Interesse sein könnte.
/ Andreas Sebayang
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Intels digitales Werbetafelkonzept ist besonders schlau. Es nutzt eine Webcam und natürlich die eigenen Prozessoren des Chipherstellers, um verschiedene Merkmale des Nutzers zu erkennen. Dazu gehört etwa das Alter, das eine personalisierte Werbung zulässt. So wird die Spielzeugwerbung wohl kaum einzelnen älteren Personen angezeigt. Sie bekommen ab einer gewissen Altersgruppe vermutlich eher Werbung für Medizin fürs Herz angezeigt.

Auch das Geschlecht des Betrachters soll das Werbekonzept herausfinden können. Je nachdem, wie die Menschen stehen, dürften für den Werbetreibenden Paare erkennbar sein. Kombiniert mit der Tageszeit wird hier zielgerichtete Werbung möglich: Tagsüber wird vielleicht die Urlaubsreise zu zweit angepriesen, abends gibt es Ausgehtipps.

Auf der CES 2010 hat Intel die Geschlechtererkennung demonstriert. Das Display zeigte entsprechende Kleidung, die der Rechner empfiehlt und die im virtuellen Lager von Intel vorrätig war.

Obendrein arbeitet die Werbeanzeige mit einem transparenten Display. Intel nennt das holographisches Glas. Letztendlich kann der Nutzer aber nur durch das Display schauen. Räumlich ist daran an sich nichts, außer dass das System bei geschickter Anbringung auch einen Blick in den Laden dahinter erlaubt.

Mit Hilfe der Kamera und Augmented Reality sind Anwendungen vorstellbar, die das Bild nach dem Blickwinkel der Person zum Display hin ausrichten. Der Anwender schaut durch das Display auf das Produkt und bekommt Erklärungen zu einzelnen Produktmerkmalen. Auch als interaktive Karte, durch die ein Besucher in einem Shoppingcenter schaut, wäre das vorstellbar.

Außerdem akzeptiert die Werbung auch Eingaben mit mehreren Fingern, da die Displayoberfläche berührungsempfindlich ist. Als Betriebssystem wird das Windows-7-basierte Windows Embedded Standard 2011 verwendet.

Intel zeigt das Konzept, das von Frog Design(öffnet im neuen Fenster) konstruiert wurde, zusammen mit Microsoft derzeit auf der National Retail Federation Expo (NRF) in New York.


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