Interview: "Smartphones sind doch ganz simpel"

Axel Postinett im Gespräch mit HTC-Chef Peter Chou

Drei Buchstaben, die eigentlich viel zu unbekannt sind: HTC. Dahinter steckt ein taiwanischer Handyhersteller, der unter anderem das neue Nexus One von Google produziert. HTC-Chef Peter Chou kündigt im Gespräch mit dem Handelsblatt intelligente Telefone mit einem neuen, einfachen Betriebssystem an und plaudert über sein neues Google-Handy.

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Interview: "Smartphones sind doch ganz simpel"

Der taiwanische Handyhersteller HTC produziert das neue Smartphone Nexus One von Google. Bislang ist der Hersteller bereits etwa als Lieferant des T-Mobile-Handys G1 mit dem Betriebssystem Android, das auch das Nexus antreibt, aufgefallen. Zudem stellt HTC den Großteil der Windows-Mobile-Handys mit Microsoft-Betriebssystem her. Mit Firmenchef Peter Chou sprach Handelsblatt-Redakteur Axel Postinett am Rande der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas.

Handelsblatt: Ihr neues Android-Smartphone Nexus One hat ziemliches Aufsehen erregt im Vorfeld der CES in Las Vegas. Wie eng hat HTC mit Google zusammengearbeitet?

Peter Chou: Andy Rubin, der Chef der Android-Sparte, war schon früher ein Freund von mir. Ich war schon vor der Übernahme durch Google bei seinem Start-up für Android involviert. Wir kamen schließlich überein, dass wir aufgrund unserer früheren Erfahrungen gut zusammenarbeiten können.

Handelsblatt: Konkret heißt das?

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Chou: Andy hatte das Konzept für Android, und wir haben überlegt, wie es umgesetzt werden könnte. Nach der Übernahme des Start-ups durch Google haben wir ein HTC-Team von 50 Mitarbeitern für ein Jahr zu Google geschickt.

Handelsblatt: Warum haben Sie sich damals um Android bemüht?

Chou: In unserer Branche spricht man immer darüber, wer was vorhat, wie man sich die Zukunft vorstellt. Irgendwann haben wir gesagt: Lass uns was zusammen machen.

Handelsblatt: So simpel?

Chou: Ja, so simpel. Ich bin schon so lange in der Branche wie ein alter Soldat. Da kennt man Gott und die Welt.

Handelsblatt: Als alter Kämpfer der Telekom-Branche: Hat Sie diese enorm schnelle Entwicklung der Smartphoneindustrie überrascht?

Chou: Nein, wir haben uns immer überlegt, wie man das Leben mobiler und effektiver und angenehmer machen könnte.

Handelsblatt: Nicht überrascht? Wir sehen schon einen enormen Umschwung in der Branche. Alte Marktgiganten wie Nokia sind angeschlagen, neue Spieler wie Apple tauchen wie aus dem Nichts auf. Was ist passiert?

Chou: Das ist zugegebenermaßen in der Tat sehr überraschend, wie schnell dieser Paradigmenwechsel stattgefunden hat. Das hatte ich in der Geschwindigkeit so nicht erwartet. Auch HTC war vor wenigen Jahren noch ein unbekannter kleiner Hersteller. Heute sind wir vorne mit dabei.

Handelsblatt: War das alles das Verdienst des iPhones? Wird Apple den Markt übernehmen?

Chou: Das iPhone war sicherlich ein wichtiger Schritt. Aber es ist nur der Anfang der Entwicklung. Es wird nicht ein einziges System dominieren. Man darf auch auf gar keinen Fall die Stärke der alten Marktgiganten wie Nokia unterschätzen. Die können jederzeit wieder zurückkommen. Da ist noch lange nichts entschieden.

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