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Interview: "Smartphones sind doch ganz simpel"

Handelsblatt: Was ist das Geheimnis des schnellen Aufstiegs von HTC, das ja erst 1997 gegründet wurde?

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Chou: Von einem Geheimnis würde ich nicht sprechen, aber wir haben die richtige Vision: Wir haben uns auf die mobile Konvergenz konzentriert. Und wir haben immer bewiesen, dass wir die Visionen in gegebener Zeit auch in die Praxis umsetzen können.

Handelsblatt: Wo ist der Platz für einen Hardwarehersteller wie HTC in einer Welt, in der die Mobilfunkbetreiber den Markt dominieren oder seit jüngstem auch Google als Marke? Sind sie der stille Zulieferer im Schatten?

Chou: Wir sind mehr als ein Hardwarehersteller. HTC steht für eine gute Nutzererfahrung mit dem Smartphone. Das ist eine holistische Erfahrung aus Hardware und Software, in unserem Fall unsere eigene Oberfläche HTC Sense. Wir wollen diejenigen sein, denen der Kunde glaubt, dass sie wissen, wie ein Smartphone aussehen muss.

Handelsblatt: Ok, aber das erzählt mir wirklich jeder ...

Chou: Stimmt, aber dieser Markt ist extrem wettbewerbsintensiv. Die Leute merken schnell, wenn Sie Ihre Vision nicht liefern können. Die sind nicht dumm. Wer immer nur redet und nichts zeigt, hat keine Chance.

Handelsblatt: Sie liefern. Werden Sie der Apple der Android-Welt?

Chou: Das ist nicht mein Ziel. Mein Ziel ist es, HTC zu einem der besten Smartphonehersteller zu machen. Wir wollen nicht irgendjemand anderes sein, irgendjemanden ersetzen. Wir sind HTC.

Handelsblatt: Das sehen andere anders. Es gab jüngst einige Herabstufungen der HTC-Aktie durch Analysten.

Chou: Also, es gibt viele verschiedene Arten von Analysten mit verschiedenen Ansichten. Das ist ok. Die kurzfristige Sicht halte ich jedoch nicht für ausschlaggebend: Dieses Unternehmen hat einen Langzeitwert. Wissen Sie, da gibt es Leute, die uns schon mit den größten Unternehmen der Branche vergleichen und dann enttäuscht sind, dass wir nicht auch schon so groß sind wie die. Das ist nicht korrekt.

Handelsblatt: Sprechen wir von Brew, einer Betriebssystemplattform des Chipherstellers Qualcomm. Sie wollen mit Brew in Zukunft neue Geräte entwickeln. Warum denn jetzt noch ein Betriebssystem neben Android und Windows Mobile? Wo ist der Sinn?

Chou: Das Betriebssystem ist nicht so wichtig. Wichtig ist, was für ein Erlebnis Sie dem Kunden vermitteln. Nehmen Sie das Nexus One zum Beispiel, das Google das Superphone nennt. Damit haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, diese Art der Supertelefone bauen zu können. Aber wenn wir den Kunden zuhören, ist deutlich ein Wunsch nach einfacher zu bedienenden und preisgünstigeren Telefonen wahrnehmbar. Die heutigen Smartphones sind großartig, aber sie wenden sich an eine Gruppe von technologisch aufgeschlossenen Leuten, die sich für Smartphones begeistern können. Aber da ist eine riesige Gruppe von Menschen, die eine tolle Erfahrung mit Berührungsbildschirmen haben möchten, ohne die gesamte Palette der Möglichkeiten und Herausforderungen eines Smartphones mitkaufen zu müssen. Die schrecken erst einmal zurück, wenn sie so ein Gerät sehen. Für diese Gruppe werden wir Telefone mit Brew bauen.

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Blablablublub 13. Jan 2010

*plonk* <°)))o><

Blork 13. Jan 2010

http://www.youtube.com/watch?v=R7RKimMqqkI :-)

Eddie Izzard 13. Jan 2010

...nicht zu vergessen: "insanely great" Jobs Autoverkäufergerede nervt mich auch. Aber...

mt23 13. Jan 2010

Du hast schon mitbekommen wie es dazu kam das hier auf Apple geschimpft wird? Jemand hat...


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