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Cannondale zeigt elektronische Federgabel

Sensoren steuern Dämpfung

Cannondale hat auf der CES eine computergesteuerte Federgabel präsentiert. Simon soll besser auf die Geländebeschaffenheit reagieren und für den Fahrradfahrer einfacher zu bedienen sein als eine mechanische Federgabel.

Artikel veröffentlicht am ,

Der US-Fahrradhersteller Cannondale hat auf der CES in Las Vegas ein neuartiges Federungssystem vorgestellt: Simon ist eine Einarmfedergabel, die elektronisch über einen Computer gesteuert wird, der im oberen Ende der Gabel sitzt.

Sensoren in der Gabel

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In der Gabel sitzen diverse Sensoren, darunter optische Sensoren, die registrieren, wie tief das Gleitrohr in das Standrohr eintaucht, und Beschleunigungsmesser, die erkennen, wenn das Rad auf ein Hindernis trifft. Anhand der von den Sensoren gesammelten Daten wird errechnet, wie weit die Gabel den Aufprall dämpfen muss.

Bei herkömmlichen Gabeln erfolgt die Dämpfung meist dadurch, dass Öl über ein Ventil durch dünne Kanäle gepresst wird. Über verschiedene Regler kann der Fahrer einstellen, wie stark die Federung gedämpft werden soll. Diese Einstellung ist jedoch statisch. Simon hingegen kann dynamisch reagieren: Sein Federmechanismus hat nur einen einzigen Kanal, dessen Größe über einen beweglichen Sporn gesteuert wird. Registrieren die Beschleunigungsmesser einen Aufprall, wird der Sporn so weit herausgezogen, dass der Aufprall richtig abgefangen wird. Je größer die Öffnung ist, also je weiter der Sporn herausgezogen wird, desto stärker dämpft Simon.

Kurze Reaktionszeit

Bewegt wird der Sporn von einem Motor, der die Größe des Kanals mehrere hundert mal pro Sekunde verändern kann. Trifft das Rad auf ein Hindernis, verformt sich zunächst der Reifen, bevor der Stoß auf die Gabel ausgeübt wird. Diese kurze Zeitdauer reicht aus, um den Motor zu aktivieren und den Stoß abzufangen, erklärte Stanley Song, der Simon entwickelt hat, dem Blog Engadget.

Die Steuerung wird für den Radler deutlich einfacher als bei einer mechanischen Gabel: Er muss lediglich über einen Vierwegeknopf am Lenker sein Gewicht sowie das Terrain eingeben, in dem er sich bevorzugt bewegt.

Fünf Geländemodi

Für unterwegs bietet Simon dann nur noch fünf Modi für verschiedene Geländeformen. Für die Fahrt bergauf beispielsweise kann der Nutzer die Gabel verkürzen, was dem Fahrrad mehr Balance und Stabilität verleiht. Für die Fahrt auf der Straße wird die Gabel gesperrt. Überfährt der Radfahrer aber ein Hindernis wie einen Stein oder eine Bordsteinkante, erkennen das die Beschleunigungssensoren und federn den Aufprall dennoch ab, erklärt Song.

Die Technik hat allerdings auch Nachteile: Der Motor wird durch einen Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt. Je nach Geländebeschaffenheit hält er allerdings nicht sehr lange durch - der Fahrer muss im Zweifel einen zweiten Akku mitnehmen. Zum anderen ist Simon deutlich schwerer als die Einarmfedergabeln, die Cannondale bisher im Angebot hat. Es dürfte deshalb schwer sein, die gewichtsbewussten Radfahrer zum Umstieg zu bewegen.

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DerBastian 13. Jan 2010

Eine Grafikkarte mit beschleunigungsfunktion gab es auch damals mit der Voodoo schon. Ich...

DerBastian 13. Jan 2010

Klar bist du schneller - ca. doppelt so schnell. Federgabeln fressen so ungeheuer viel...

Epic_Rider 12. Jan 2010

Ich bin mir nicht sicher ob ich mich freue auf Elektronik am Bike... ich meine vor allem...

icke und nich du 12. Jan 2010

Wenn jemand nen Artikel Bringt und was von zeigen redet, möchte ich nicht erst noch eine...

eMBee 12. Jan 2010

das war ein Witz, oder?


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