GoYellow startet anonymisierten Anrufdienst
Durch eine Änderung im Telekommunikationsgesetz sind Menschen auf Wunsch telefonisch erreichbar, ohne sich in ein öffentliches Verzeichnis eintragen zu müssen und ohne dass der Anrufende die Telefonnummer seines Gesprächspartners erfährt. Möglich machen das spezielle Servicehotlines. Erster Anbieter ist GoYellow Media mit seinem Produkt 118000.
"Mit 118000 kann jeder selbst entscheiden, wer ihn sprechen kann und wer nicht. Lästige Werbeanrufe können von vornherein abgeblockt werden", sagt GoYellow-Chef Klaus Harisch. Auch die Callcenter-Beschäftigten bei GoYellow würden die persönlichen Daten nicht gezeigt bekommen, hieß es weiter. Neben Mobilfunk- und Festnetznummern können Nutzer zusätzlich ihre Kraftfahrzeugkennzeichen eintragen. So könnten sie beispielsweise von der Polizei informiert werden, bevor ihr Fahrzeug abgeschleppt wird.
Unternehmenssprecherin Anja Meyer sagte Golem.de: "Die Vermittlung erfolgt mit persönlicher Ansprache. Sagt der Angerufene 'Möchte ich nicht' oder 'Möchte ich nie wieder', fliegt der Anrufer sofort aus der Datenbank. Die Menschen sollen sagen können: Ich bin erreichbar über die 118000, und der Rest geht keinen etwas an."
Betaphase gratis
Die Kosten für den Dienst trage immer der Anrufer. In der Betaphase ist der 118000-Dienst noch gratis, später kosten die ersten beiden Minuten jeweils 1,59 Euro. Jede weitere Minute wird mit 29 Cent berechnet, sagte Meyer weiter.
Sie hofft, dass bis Ende Februar 2010 der Bestand der Datenbank soweit angewachsen ist, dass auch 118000-Dienste für Internet-Communitys angeboten werden können. "Im Moment haben wir einfach noch zu wenig Daten. Wenn wir uns da sicher fühlen, starten wir mit solchen Geschichten", sagte sie.
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