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Displayport 1.2 überträgt Audio, USB und LAN

Multimonitor-Unterstützung über einzelnen Displayausgang

Zur CES hat die Video Electronics Standards Association (Vesa) eine neue Version des Steckerstandards Displayport vorgestellt. Displayport 1.2 unterscheidet sich vor allem bei der Bandbreite und durch neue Funktionen von den Vorgängern.

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Die auf Abwärtskompatibilität ausgelegten Displayport-1.2-Kabel und -Buchsen können mehr als Signale für Bildschirme transportieren. Der neue Standard sieht vor, optional auch schnelle Verbindungen wie USB 2.0 oder Ethernet über das gleiche Kabel laufen zu lassen. Dafür gibt es den Fast-AUX-Channel im Kabel. Weitere Beispielanwendungen sind Audiodaten eines Mikrofons oder Videodaten einer Webcam im Display, die so zum Rechner transportiert werden. Vorgesehen sind auch HD-Audiosignale wie DTS HD, Dolby MAT und eine komplette Unterstützung der Audioformate der Blu-ray-Disc. Die gesamte Bandbreite des AUX-Kanals liegt bei 720 MBit/s. Der Vorgänger bot nur 1 MBit/s.

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Schon seit Version 1.1a kann der Displayport-Standard auch 3D-Signale übertragen. Mit der neuen Version 1.2 wird, wie bereits angekündigt, zusätzlich die Bandbreite von 10,8 auf 21,6 GBit/s erhöht. Sie soll dann ausreichen, um 3D-Signale für beide Augen bei 120 Hz und Full-HD zu übertragen. Alternativ bietet der Standard auch eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln an.

Mit einem einzigen Kabel von einem Rechner ist es dank Displayport 1.2 auch möglich, mehrere Monitore anzusprechen. So lassen sich beispielsweise zwei Monitore mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln unabhängig ansteuern. Auch vier Displays à 1.920 x 1.200 Pixel sind inklusive HDCP-Unterstützung möglich. Die Auflösungen der angeschlossenen Displays müssen nicht identisch sein. Auch Variationen der Multi-Streaming genannten Technik sind vorgesehen. Es ist ebenso möglich, verschiedene Videoquellen über ein Kabel mit dem Empfangsgerät zu verbinden.

Neue Stecker gibt es indes nicht. Der Mini-Displayport (mDP), der bereits Vesa-Standard ist, reicht offenbar als besonders kleine Schnittstelle aus. Damit soll Displayport bis 2013 für das Auslaufen von VGA und DVI sorgen. Aber auch eine weitere Displayverbindung soll nicht mehr lange benutzt werden: Mit Embedded Displayport (eDP) soll LVDS als Direktverbindung zwischen Grafikkarte und Panel abgeschafft werden. Zum Einsatz kommt LVDS etwa in Notebooks. Der Vorteil von eDP liegt bei weniger Leitungen, die ein Produzent braucht. Das verspricht weniger Kosten und einen geringeren Energiebedarf. So sollen 13 Leitungen bis hin zu einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln ausreichen. Bis 1.920 x 1.200 Pixel braucht es 15 Verbindungen. LVDS kommt mit 19 Leitungen nur bis zu einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Darüber hinaus sind 29 Leitungen vonnöten.

Die ersten Displayport-1.2-Produkte werden zum Ende des Jahres 2010 erwartet.

In vielen Bereichen zieht der Displayport-Standard mit dem im Heimkinobereich vorherrschenden digitalen HDMI-Standard gleich, der ab Version 1.4 ebenfalls Netzwerkübertragungen zulässt und eine höhere Bandbreite für 3D-Anwendungen bietet. Für Ethernet-Anwendungen sind bei HDMI allerdings neue Kabel notwendig.



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John2k 12. Jan 2010

Die übertragungsrate ist nicht an das Kabel gebunden. Rj45 ist halt universell...

sumisu 12. Jan 2010

Sobald dein Monitor aber ne integrierte Kamera, weitere USB Anschlüsse oder oder oder...

thomas_ 11. Jan 2010

mag sein, dass das mittlerweile so ist, aber bis vor kurzem war dem definitiv nicht...

thomas_ 11. Jan 2010

nachtrag: HDMI kann seit 1.3 auch höhere auflösungen als dvi mfg thomas


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