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Warum alle immer wieder gerne auf Apple hereinfallen

Ein Interview mit dem Social-Media-Experten Jo Wedenigg

Das neue Tablet ist noch gar nicht präsentiert, da reden schon alle davon. Ein Social-Media-Experte entlarvt die Taktik aus gezielten Lecks und viralem Schweigen.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Zeit Online: Alle Welt spekuliert seit Tagen über das neue Tablet, den Apple womöglich Ende des Monats präsentieren wird. Liegt das allein an dem neuen Produkt oder gibt es noch andere Gründe für das gesteigerte Interesse?

Inhalt:
  1. Warum alle immer wieder gerne auf Apple hereinfallen
  2. Warum alle immer wieder gerne auf Apple hereinfallen

Jo Wedenigg: Einen Tablet-PC kann ja im Grunde jeder produzieren, und es sind ja auch schon jede Menge dieser Geräte auf dem Markt. Wenn Apple jetzt mit einer Innovation auf den Markt kommt, dann sagt das Unternehmen aber oft auch sehr genau, wozu man das Produkt überhaupt braucht, welche Lücke es schließen wird. Apple hat wohl im Vorfeld auch bereits mit vielen Medienunternehmen gesprochen, welche speziellen Inhalte man mit dem Tablet verknüpfen kann. Deshalb wachsen die Erwartungen.

Zeit Online: Dennoch fällt auf, dass Apples Produktkampagnen anders ablaufen als die der Konkurrenz. Wie schafft es Apple, dass man auf ein neues Gerät plötzlich mit so viel Spannung wartet?

Wedenigg: Apple macht eigentlich gar keine Kampagne - und das ist der Trick: Indem man die Informationen im Vorfeld künstlich verknappt, heizt man die Spekulationen nur umso mehr an. Apple gibt zu Produkten selbst immer unterdurchschnittlich wenige Informationen heraus. Dafür lässt Apple aber zum Beispiel gezielt Informationen darüber nach außen, welche Entwicklungen und Patente man sich gerade hat schützen lassen. Die Community macht sich daraus ihren eigenen Reim und fängt an, wild zu spekulieren. Man packt die Blogger sozusagen bei ihrem Ego, doch selbst herauszufinden, was als Nächstes kommt.

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Zeit Online: Wie gelangen denn dann überhaupt Informationen nach draußen?

Wedenigg: Zum Beispiel, indem einer der Mitarbeiter in einem Gespräch mit einer Zeitung im Nebensatz eine Information fallenlässt und darauf baut, dass das Medium das schon aufgreifen wird. So hat etwa der ehemalige Marketingmitarbeiter John Martellaro gerade erzählt, dass er von einem Vorgesetzten gebeten wurde, ein paar gezielte Leaks zu platzieren. Das läuft übrigens immer über das Telefon, schriftliche Beweise gibt es nicht. So kann Apple im Zweifel immer dementieren.

Zeit Online: Ist das für Apple nicht schädlich, wenn ein ehemaliger Marketingmanger jetzt verrät, wie die Öffentlichkeit bewusst manipuliert wird?

Wedenigg: Viele ahnen das schon lange. Das Faszinierende an der Apple-Strategie ist ja, dass es den Leuten Spaß macht so. Die Blogger machen das ja aus eigenem Ansporn, jeder will recht haben mit seinen Spekulationen. Anders wäre es, wenn Apple sich die Informanten kaufen würde. Aber der Konzern ist im Gegenteil sehr offen, man lässt die Medien gewähren. Nur wenn die Community extremen Unsinn verzapft, greift die PR-Abteilung ein.

Warum alle immer wieder gerne auf Apple hereinfallen 
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Maxbrandts 18. Jan 2013

Nun mal ganz sachte. Mit welchem Rechner komme ich besser im Internet zurecht? Einfache...

Julian Arschzange 21. Dez 2010

Gibt es nicht das Sprichwort "Dumm wie Dackedidi"?

inw 11. Sep 2010

http://www.zdnet.com/blog/projectfailures/why-i-love-windows-7-hate-linux-and-think-the...

OSKing 20. Jan 2010

tja...alle Betriebssysteme haben etwas für sich...ich bin Programmierer und hab mit...

oni 13. Jan 2010

RAM geht auch beim Mac. Beim iMac braucht man eben SODIMMs, durch seinen kompakten...


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Resident Evil 2 Remake - Fazit

Sprechtext

Fazit

Bei Capcom haben sie derzeit in Sachen Horror ein monstermäßig gutes Händchen. Nach dem hervorragenden Resident Evil 7 ist auch das Remake des zweiten Serienteils geglückt. Das neue Resident Evil 2 fühlt sich nicht wie ein Remake an, sondern wie ein frisch programmiertes Spiel. Das schafft sogar das Kunststück, Fans des Originals zu fesseln und gleichzeitig Neulinge in den Bann von Raccoon City zu ziehen.

Natürlich wissen Kenner der Version von 1998 über die Rahmenhandlung und das Ende schon Bescheid. Dank der überarbeiteten Umgebungen und zusätzlicher Details bieten die Abenteuer von Leon und Claire dennoch wieder Spannung - mit dem zusätzlichen Reiz, die alte mit der überarbeiteten Fassung vergleichen zu können. Die geänderte Steuerung inklusive der Verteidigungsoptionen etwa mit dem Messer funktioniert wunderbar.

Vor allem aber ist die Mischung aus Action und Adventure inklusive der sehr fairen Rätsel gelungen. Auf Dauer haben uns nur die manchmal langen Laufwege gestört - vor allem, wenn wir nur wegen Platzmangel im Inventar ständig zwischen dem aktuellen Einsatzort und einem Sicherheitsraum pendeln mussten.

Grafik und Stimmung sorgen für mehr als nur gepflegtes Denken, Kämpfen und Gruseln. Dazu kommen übrigens auch einige Ekelanimationen, wegen denen Minderjährige und empfindliche Naturen lieber einen Bogen um Resident Evil 2 machen sollten. Alle anderen sollten sich dieses rundum gelungene Remake nicht entgehen lassen.

Resident Evil 2 Remake - Fazit Video aufrufen
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