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Nintendo fällt bei Greenpeace durch

Umweltschützer stellen Nintendo im Green-IT-Index auf den letzten Platz. In seinen Werbespots für DS und Wii gibt sich Nintendo gern gesund, jung und progressiv – die Wirklichkeit sieht offenbar anders aus: Greenpeace sieht den japanischen Spielekonzern auf seiner alljährlich aktualisierten Liste über grüner Technologie erneut als Schlusslicht.
/ Peter Steinlechner
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Seit August 2006 veröffentlicht Greenpeace regelmäßig seine Liste Guide to Greener Electronics(öffnet im neuen Fenster) . Erneut ist Nintendo abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet. Zu den Gründen äußert sich Greenpeace schon gar nicht mehr – früher lag es schlicht daran, dass Nintendo die von den Umweltschutzaktivisten durchgeführten Fragenkataloge unbeantwortet gelassen hatte.

Nur wenig besser schneidet Xbox-360-Hersteller Microsoft ab, der auf dem vorletzten Platz landet. Sony hingegen, das Unternehmen hinter der Playstation 3, steht deutlich weiter vorn, denn es hat laut Greenpeace seine Treibhausgasemissionen seit dem Jahr 2000 um über 17 Prozent gesenkt.

Bei einer Mitte 2008 durchgeführten Untersuchung, bei der Greenpeace speziell Spielkonsolen untersucht hat , gab es teils erschreckende Ergebnisse: Gefunden wurden gefährliche Stoffe wie Phthalat, Beryllium, Bromid und Polyvinylchlorid. Wenn die Spielkonsolen rechtlich als Spielzeug eingeordnet würden, so Greenpeace damals, hätten sie im Hinblick auf die Verwendung giftiger Materialien im Gebiet der EU überhaupt nicht auf den Markt gebracht werden dürfen.

Die grünsten Firmen sind laut der aktuellen Liste übrigens Nokia, Sony Ericsson, Toshiba und Philips. Besonders lobend erwähnt wird Apple, denn das Unternehmen habe seine Bemühungen um umweltkompatible Technik deutlich verstärkt.


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