Abo
  • Services:

Ray Kurzweil entwickelt Software für E-Books

Blio stellt aufwendige Layouts dar und bindet Videos in Texte ein

E-Book-Reader sollen irgendwann Bücher ersetzen. Doch die Software kann Texte auf den Geräten nicht so darstellen wie ein gedrucktes Buch. Die von Ray Kurzweil mitentwickelte Software Blio kann aufwendige Layouts darstellen und Multimedia- und Onlineinhalte in digitale Texte einbinden.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Unternehmen K-NFB Reading Technology hat eine E-Book-Software entwickelt, die deutlich mehr Möglichkeiten bietet als vergleichbare Software, die heute für Computer oder mobile Geräte wie E-Book-Reader verfügbar ist. K-NFB ist ein Gemeinschaftsunternehmen des US-Blindenverbandes National Federation for the Blind und Kurzweil Technologies, dem Unternehmen von Ray Kurzweil.

Videos und Webinhalte einbinden

Stellenmarkt
  1. GERMO GmbH, Sindelfingen
  2. SYNLAB Holding Deutschland GmbH, Augsburg

Das Programm mit dem Namen Blio stellt digitale Bücher genauso dar wie gedruckte, also im gleichen Layout, mit der gleichen Schrifttype, in Farbe und mit Bildern. Das können viele andere E-Reader nicht. Außerdem erlaubt es Blio, Internetinhalte oder Videos in ein digitales Buch einzubinden.

Wie die Software mancher E-Book-Reader biete auch Blio die Möglichkeit, mit Texten zu interagieren: Der Nutzer kann Textstellen unterstreichen oder Randbemerkungen machen. Die Anmerkungen müssen allerdings nicht unbedingt nur Schriftform haben: Der Nutzer kann auch Bilder oder Videos in einen Text einfügen.

Vorlesefunktion

Daneben verfügt die Software über ein Sprachausgabesystem, wie es auch Amazons E-Book-Reader bieten. Der Nutzer kann sich einen digitalen Text per Sprachsynthese vorlesen lassen. Allerdings bereitete diese Funktion Amazon rechtliche Probleme: Der US-Schriftstellerverband Authors Guild sah darin eine Verletzung von Tonaufführungsrechten und verlangte, sie abzuschaffen. Amazon räumte daraufhin Verlagen die Möglichkeit ein, die Sprachausgabe zu deaktivieren.

Angeschlossen ist zudem ein Shop für digitale Bücher, über den Verlage ihre Bücher anbieten. Über den Shop haben Nutzer aber auch Zugriff auf mehrere Millionen kostenlose digitale Bücher.

Verfügbar für PC und iPhone

Kurzweil hat die Software in einem kurzen Auftritt im Rahmen der CES-Präsentation von Microsoft-Chef Steve Ballmer vorgestellt. Blio soll im kommenden Monat verfügbar sein, zunächst für Windows-Computer sowie für das iPhone und den iPod touch. Geplant ist aber, die Software auch für andere Geräte bereitzustellen, etwa für E-Book-Reader.

Die Software heutiger E-Book-Reader ist mit aufwendigen Layouts meist überfordert. Das ist beispielsweise ein Problem für Zeitschriftenverlage, die Hochglanzmagazine nicht in der gleichen Qualität wie gedruckt auf die Lesegeräte bringen können. Der US-Verlag Condé Nast entwickelt deshalb derzeit zusammen mit Adobe ein Format für Zeitschriften auf E-Book-Readern. Kurzweil ist überzeugt, dass die Geräte nur dann dauerhaft eine Chance haben, wenn sie mehr bieten als die Möglichkeit, digitale Bücher darauf zu lesen.

Kurzweil ist heute vor allem als Zukunftsforscher bekannt. Er war in den 1970er Jahren entscheidend an der Entwicklung von Texterkennungssystemen (OCR), Spracherkennung und Sprachsynthese beteiligt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (Prime Video)
  2. (u. a. Box-Sets im Angebot, z. B. Die Tribute von Panem - Complete Collection für 19,97€ und...

bookmaker 13. Jan 2010

Es ist begrüßenswert, dass immer mehr Entwickler sich mit der Umsetzbarkeit von Layout...

Marekk 09. Jan 2010

.. habe ich mir auch beim Lesen gedacht.

London 08. Jan 2010

Es sollte normal sein, das bei stärkerer Verbreitung von EReadern und Webbrowsern dafür...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  2. US Space Force Planlos im Weltraum
  3. Gewalt US-Präsident Trump will Gespräch mit Spielebranche

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /