Abo
  • Services:

Frankreich erwägt eine "Google-Steuer"

Besteuerung von Onlinewerbung

Frankreich geht mit dem Loi Hadopi nicht nur streng gegen illegalen Datentausch vor, sondern will im Gegenzug legale Angebote im Internet staatlich fördern. Doch wo soll das Geld dafür herkommen? Ein Gremium schlägt eine neue Steuer vor.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Die französischen Bemühungen, das Internet in den Griff zu bekommen, sind durch einen neuen Vorschlag bereichert worden, die sogenannte Google-Steuer. Besteuert werden soll Onlinewerbung, genauer gesagt alle gesponserten Links und Banner, die von Frankreich aus aufgerufen werden.

Stellenmarkt
  1. Simpleworks Int. Limited, Duisburg
  2. Robert Half, Hamburg

Der Vorschlag kommt von einem Gremium unter der Leitung von Patrick Zelnik und wurde am gestrigen Mittwochabend Kulturminister Frédéric Mitterrand vorgelegt. Es wird erwartet, dass sich Präsident Nicolas Sarkozy heute zu den Vorschlägen äußert.

Das Zelnik-Gremium schlägt einen Steuersatz von ein bis zwei Prozent vor. Betroffen wären vor allem große Unternehmen, auch wenn sie keinen Sitz in Frankreich, sondern in anderen EU-Ländern haben. Französische Medien sprechen neben Google vor allem von Yahoo und Microsoft.

Eine gesponserte Karte zum Kultureinkauf

Das eingenommene Geld will der Staat nutzen, um das Angebot an legalen Kulturgütern im Internet zu fördern. Aufgabe des Zelnik-Gremiums war es schließlich, Ideen zu entwickeln, wie das möglich ist. Eine dieser Ideen ist nun die Einführung einer Kulturkarte, die vor allem junge Internetnutzer für 25 Euro beziehen können. Damit sollen sie für 50 Euro online Kultur einkaufen können - die Hälfte der Karte finanziert der Staat.

Das Zelnik-Gremium war im September vergangenen Jahres vom Kulturminister eingesetzt worden. Seine Vorschläge sollen der französischen Regierung helfen, das Internet nicht nur mit Netzsperren gegen illegale Filesharer (Loi Hadopi) zu regulieren, sondern auch legale Inhalte und deren Urheber zu unterstützen. 2010 sollen dafür 50 Millionen Euro, 2011 und 2012 je zwischen 35 und 40 Millionen Euro zur Verfügung stehen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)
  2. 9,95€
  3. 19,95€
  4. 23,99€

thomas_003 08. Jan 2010

jup bin ich auch der meinung, wenn google, und microsoft am besten aug gleich, sich...

antares 08. Jan 2010

ich sehs schon: Nach kanada nun Frankreich im Streik um das Internetgeld: http://www...

__tom 08. Jan 2010

viel interessanter ist die frage, wie wollen sie kontrollieren das ein ad, der von...

Antworter 08. Jan 2010

Generell ist das richtig, vor allem da die Qualität kommerzieller Angebote immer weiter...

tolle wurst 08. Jan 2010

ist es eben nicht, den google bezahlt in den jeweiligen ländern wo sie ihre firmen...


Folgen Sie uns
       


Der Güterzug der Zukunft - Bericht

Auf der Innotrans 2018 haben Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ein Konzept für den Güterzug der Zukunft vorgestellt.

Der Güterzug der Zukunft - Bericht Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
    Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
    El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

    Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
    Von Michael Wieczorek


        •  /