Übergewichtige College-Studenten fliegen auf Spam

Produkte zur Gewichtsreduzierung werden erstaunlich häufig gekauft

Bei einer Befragung von College-Studenten in den USA fanden Forscher heraus, dass besonders Studenten mit Gewichtsproblemen bereit sind, per Spam beworbene Produkte zur Gewichtsreduzierung zu bestellen.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Ärzte sollten Übergewichtige vor den Risiken von Spam-E-Mails warnen, in denen für Produkte zur Gewichtsreduzierung geworben wird. Diese Schlussfolgerung ziehen zwei US-Forscher aus den Ergebnissen einer Befragung von 200 College-Studenten in den USA. In ihrer im Southern Medical Journal (Band 103, Nummer 1, Januar 2010) veröffentlichten Studie beschreiben sie einen direkten Zusammenhang zwischen subjektiv wahrgenommenen Gewichtsproblemen bei Studenten und der Vorliebe für Bestellung von per Spam beworbenen Schlankheitspräparaten.

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Die befragten Studenten waren im Mittel rund 21 Jahre alt, nutzten das Internet rund vier Stunden täglich und erhielten zwischen 20 und 30 Spam-E-Mails pro Tag. Der Anteil an Frauen in der Gruppe der Befragten betrug rund zwei Drittel. Der Frauenanteil allein in der Gruppe der Übergewichtigen betrug allerdings 75 Prozent.

Die Studenten wurden befragt, ob sie sich für übergewichtig hielten, ob sie Spam mit Werbung für Schlankheitspräparate bekamen, ob sie die E-Mails geöffnet und gelesen haben und ob sie die beworbenen Produkte tatsächlich gekauft haben.

Studenten, die von sich selbst sagten, dass sie Gewichtsprobleme hätten, erhielten häufiger Spam mit Werbung für Schlankmacher (87,7 Prozent) als diejenigen ohne Gewichtsprobleme (73,3 Prozent). Während Studenten ohne Gewichtsprobleme diese E-Mails eher selten lasen (17,8 Prozent), wurde der Spam von ihren Kommilitonen mit Gewichtsproblemen häufig gelesen (41,5 Prozent). Fast die Hälfte von ihnen (18,5 Prozent) bestellte die beworbenen Produkte dann auch. Demgegenüber war weniger als ein Drittel der Studenten ohne Gewichtsprobleme, die solchen Spam lasen, auch zu einer Bestellung bereit (5,2 Prozent).

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Weitere Faktoren als reine Gewichtsprobleme, die eine Bestellung begünstigten, waren subjektiv wahrgenommener Stress und die größere Häufigkeit des Spam-Empfangs.

Aus ihren Befunden leiten die Forscher die Empfehlung an Ärzte, Psychologen, Ernährungsberater und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen ab, mit übergewichtigen Patienten über die Risiken der Spam-E-Mails und der beworbenen Produkte zu diskutieren. [von Robert A. Gehring]

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Wikifan 08. Jan 2010

Das Risiko ist, dass irgendwelche Cracker Zombienetze aufbauen, um Spam zu versenden.

garonge 08. Jan 2010

es soll ja auch so sein, dass Autobesitzer eher Spam für Winterreifen lesen als...

wers glaubt 08. Jan 2010

"Fast die Hälfte von ihnen (18,5 Prozent) bestellte die beworbenen Produkte dann auch...

FETTERHUND 08. Jan 2010

Wenn Du Dich bei MSN anmeldest, musst Du Dein Gewicht angeben ;-)



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