Alte Zeitung wird zur Mikromaschine

Magnetisches Papier als Baumaterial für Mikromaschinen

Wissenschaftler in den USA haben Papier mit einer eisenhaltigen Flüssigkeit getränkt und es so magnetisch gemacht. Aus dem Ferropapier sollen sich die verschiedensten Miniaturmaschinen oder -motoren bauen lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Alte Zeitung wird zur Mikromaschine

Alte Zeitungen könnten in Zukunft den Rohstoff für alle möglichen Mikromaschinen bilden. Ein Team von Wissenschaftlern der Purdue Universität in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana hat eine Möglichkeit gefunden, das Papier so behandeln, dass es magnetisch wird. Setzt man es einem magnetischen Feld aus, verformt es sich.

Mikromaschinen aus Papier

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter (m/w/d) IT-Change- und Releasemanagement
    Finanzbehörde Steuerverwaltung, Hamburg
  2. IT-Mitarbeiter Service und Support (w/m/d)
    Siedlungswerk GmbH, Stuttgart
Detailsuche

Papier sei ein sehr weiches Material. Deshalb eigne es sich beispielsweise hervorragend für Mikropinzetten, mit denen Zellen angefasst werden, oder als Motor für medizinische Geräte, die bei minimalinvasiven chirurgischen Eingriffen eingesetzt werden können, erklärt Projektleiter Babak Ziaie. Allerdings könnten damit auch kleine Lautsprecher, Miniaturroboter oder -motoren gebaut werden.

Der große Vorteil des magnetischen Papiers: "Es ist sehr günstig herzustellen. Man träufelt den Tropfen einer Flüssigkeit auf ein Stück Papier - fertig ist der Aktor oder Motor." Die Flüssigkeit, die Ziaie meint, ist eine Mischung aus Mineralöl und Eisenoxidnanopartikeln. Saugt sich das Papier damit voll, entsteht ein magnetisches Ferropapier. Das wird dann noch mit einem Kunststoff überzogen, der verhindert, dass die Flüssigkeit verdunstet. Außerdem macht er das Papier wasserdicht und stabiler.

Neue Chancen für alte Zeitungen

Im Prinzip könne man jedes Papier als Ausgangsmaterial nehmen, erklärt Ziaie. "Aber Zeitungspapier und weiches Tissuepapier eignen sich besonders gut, weil sie eine hohe Porosität haben." Das Eisenoxid müsste auch nicht unbedingt in Form von Nanopartikeln vorliegen, wie sie die Wissenschaftler aus Michigan nutzen. Die sind etwa 10 Nanometer groß, was in etwa 10.000-mal dünner sei als ein menschliches Haar. Diese hätten aber den Vorteil, dass sie einfach herzustellen seien, weshalb sie sehr günstig erhältlich seien. Da die Materialien so günstig seien, könnten auch Schulen sie anschaffen und im Unterricht einsetzen.

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03./04.11.2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    27.06.-01.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ziaie und sein Team haben aus dem Ferropapier eine Art Träger gebaut, den sie mit einem Magnetfeld zum Schwingen brachten, sowie weitere, komplexere Strukturen. Ihre Entwicklung wollen sie auf der von der IEEE veranstalteten Konferenz über mikroeelektromechanische Systeme (Mems) vorstellen, die Ende Januar in Hongkong stattfindet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


314159 09. Jan 2010

hhm, falls die zeitungsschnipsel nach der behandlung dann so stark wären, dass sie den...

taschentuch 07. Jan 2010

http://www.youtube.com/watch?v=LCayacFcCX4 shicen Shift/CPT.CAPSLOCK-nazis -.-

MeinSenf 06. Jan 2010

Demnächst im 1-Euro-Laden.

Concepz 06. Jan 2010

Hört sich an als sei diese technologie eben erst vorgestellt worden ? Hättens die Amis im...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Obi-Wan Kenobi Episode 4 bis 6
Darth Vader und das Imperium der Schwachköpfe

Dämliche Stormtrooper sind in Obi-Wan Kenobi noch das geringste Problem. Zum Ende hin ist die Star-Wars-Serie vor allem eines: belanglos. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

Obi-Wan Kenobi Episode 4 bis 6: Darth Vader und das Imperium der Schwachköpfe
Artikel
  1. Hollywood und das Internet: Sind wir schon drin?
    Hollywood und das Internet
    Sind wir schon drin?

    Die neue Dokuserie Web of Make Believe taucht auf Netflix in die Untiefen des Internets ein. So realistisch hat Hollywood das Netz jahrzehntelang nicht thematisiert.
    Von Peter Osteried

  2. Akkutechnik: CATLs Qilin-Batterie schlägt Teslas 4680-Akku deutlich
    Akkutechnik
    CATLs Qilin-Batterie schlägt Teslas 4680-Akku deutlich

    Der größte Akku-Hersteller der Welt hat seine Akkupacks weiter optimiert und stellt damit Teslas alte 4680-Technik in den Schatten.
    Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  3. Teamarbeitstool: Zendesk für 10,2 Milliarden US-Dollar verkauft
    Teamarbeitstool
    Zendesk für 10,2 Milliarden US-Dollar verkauft

    Zendesk wird von Finanzinvestoren gekauft. Noch im Februar 2022 wurde ein Angebot mit einem Volumen von rund 17 Milliarden US-Dollar abgelehnt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung SSD (PS5-komp.) günstig wie nie: 109,24€ (1TB) / 234,45€ (2TB) • LG 31,5" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 327,72€ • PS5-Controller: 57,13€ • Xbox Elite Controller günstig wie nie: 126,04€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (Palit RTX 3070 Ti 679€) [Werbung]
    •  /