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Kombi-Notebooks mit Tablets und E-Books

CES2010
Modulare Geräte sind Trend in Las Vegas. Am Vorabend der Eröffnung werden auf der Veranstaltung "Unveiled" auf der CES traditionell die spannendsten neuen Geräte schon einmal vorgestellt. Daten und Preise sind dabei rar, der Begeisterungsfaktor aber umso höher.
/ Nico Ernst
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Hunderte Meter lange Schlangen bildeten sich vor den Ballsälen des Venetian-Hotels in Las Vegas, weil der CES-Veranstalter CEA diesmal gleich alle Journalisten offiziell zur Auftaktveranstaltung für die Presse geladen hatte. Früher gab es Veranstaltungen der Hersteller, die nur für handverlesene Journalisten zugänglich waren. Jetzt soll "Unveiled" den Informationsfluss bündeln.

Ein Trend der überlaufenen Veranstaltung: Statt immer schnellerer oder leichterer Note- und Netbooks konzentrieren sich die Anbieter wieder auf neue Konzepte. Angesagte Funktionen wie E-Books oder Touchbedienung sollen dabei mit klassischer Notebooktechnik in stimmigen Geräten unter einen Hut gebracht werden.

Der am meisten umlagerte Vertreter dieser neuen Kategorie war das Ideapad U1 von Lenovo. Was dabei auf den ersten Blick wie ein Notebook mit abnehmbarem 11,6-Zoll-Display aussieht, sind in Wirklichkeit zwei Geräte. Im Notebookteil unter der Tastatur steckt ein PC mit einem CULV-Prozessor von Intel, hinter dem Display ein Tablet-PC mit ARM-Prozessor. Dieser Teil des Geräts stellt eine andere Benutzeroberfläche auf Basis des Skylight-OS dar, sobald er vom Notebook getrennt wird.

Steckt der Benutzer das Tablet wieder in den dünnen Displayhalter, erscheint wieder der Desktop von Windows 7. Da es sich um zwei voneinander unabhängige Rechner handelt, müssen aber auch alle Daten, die auf beiden Geräten benutzt werden sollen, doppelt vorgehalten und verwaltet werden.

Faszinierend erscheint das System aber dennoch, vor allem für Benutzer, die nur ein einziges Gerät für viele Anwendungen verwenden wollen. So lässt sich etwa das Notebook tagsüber zum Arbeiten verwenden und das Tablet als Surfmaschine am Abend auf dem Sofa nutzen.

Vorrangig ein E-Book-Reader ist das Gerät "Edge" von Entourage(öffnet im neuen Fenster), auch "Dualbook" genannt. Es besteht aus zwei Bildschirmen, einem klassischen farbigen LCD und einem monochromen E-Ink-Display. Beide werden parallel verwendet, so dass sich beispielsweise Bilder oder Videos, die in einem E-Book verlinkt sind, auf dem Farbbildschirm anzeigen lassen. Das Gerät läuft mit Googles Smartphone-Betriebssystem Android, die Laufzeiten sind allerdings wenig E-Book-gemäß: Gerade einmal 14 Stunden gibt Entourage bisher an, wenn beide Displays parallel genutzt werden.

Die Kategorie der bisher wenig erfolgreichen billigen All-in-One-PCs (AIO) mit Touchscreen verfolgen Hersteller wie MSI trotz der bisherigen Anfangsschwierigkeiten weiter. Das neue AIO von MSI verfügt über einen 24-Zoll-Touchscreen, dem MSI zusätzlich zu Windows 7 eine eigene Benutzeroberfläche verordnet hat. Neben bekannten Anwendungen wie dem Internet Explorer oder Skype werden damit auch eigene Anwendungen aufgerufen. Eine davon, bisher "Notes" genannt, soll für Notizen dienen, welche die vor allem in US-Haushalten üblichen Zettel am Kühlschrank als Kommunikationszentrale einer Familie ersetzen soll.

Mit Notes lassen sich kurze Texte auf den Bildschirm malen und über die eingebaute Webcam auch Bilder aufnehmen. Soll also ein Familienmitglied, das als nächstes nach Hause kommt, noch schnell Lebensmittel besorgen, kann man beispielsweise die leere Schachtel abfotografieren. Statt des missverständlichen "Schatz, bring bitte Bier mit" lässt sich also auch "Schatz, bring bitte dieses Bier mit" übermitteln.


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