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Transformer: US-Militärs wollen ein Flugauto bauen

Fahrzeug mit Senkrechtstartvorrichtung. Das US-Militär sucht nach einem neuen Fortbewegungsmittel, in dem Soldaten sicherer sind als in Autos, die leicht aus einem Hinterhalt angegriffen werden können, und das unabhängig vom Gelände operieren kann. Die Lösung für diese beiden Anforderungen ist nach den Vorstellungen der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) ein Auto, das fliegen kann.
/ Werner Pluta
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Wie ein Mittelding aus dem Wunderauto Tschitti Tschitti Bäng Bäng(öffnet im neuen Fenster) und dem Transformers-Universum klingt die Beschreibung eines Programms, das die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) gerade vorantreibt: Die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums will nämlich ein flugfähiges Auto entwickeln.

Fahren und Fliegen

In Rahmen des Programms, das bezeichnenderweise den Namen Transformer, abgekürzt TX, trägt, soll ein Fahrzeug entwickelt werden, das Soldaten Mobilität unabhängig von den Geländebedingungen sichert. Das Fahrzeug, in dem ein bis vier Personen Platz finden sollen, soll fahren und fliegen "und damit Soldaten die Möglichkeit geben, Wasser, schwierigem Gelände oder Hindernissen auf der Straße ebenso wie Sprengsätzen oder Hinterhalten zu entgehen" .

Konzipiert ist das Fahrzeug für die Straße sowie für "leichte Geländebedingungen" . Schweres Gelände soll es im Flug bewältigen. Der Start soll dabei aus dem Stand erfolgen, das Flugauto soll also ein Senkrechtstarter werden. Eine weitere Bedingung ist, dass das Fahrzeug sehr energieeffizient ist. Das hat bei der Darpa allerdings weniger Umweltschutzgründe: Das Fahrzeug soll eine Mission mit einer einzigen Tankfüllung absolvieren können. Tankfüllung ist dabei nicht unbedingt wörtlich zu verstehen: In der Ausschreibung ist explizit von hybridelektrischem Antrieb und leistungsfähigen Akkus als Schlüsseltechniken für das Programm die Rede.

Transport vom Gelände unabhängig machen

Das Flugauto soll die Beschränkungen der heutigen Transportsysteme, die entweder bodengebunden oder luftgestützt sind, aufheben. Soldaten seien so nicht mehr den Bedrohungen in einem Auto ausgesetzt. Gleichzeitig seien sie nicht von Hubschraubern abhängig, die langsam und oft nicht verfügbar seien. Außerdem mache ein Flugauto Transport vom Gelände unabhängig, das Bewegungen oft für den Feind vorsehbar mache.

Die Anforderungen, denen TX genügen muss, decken traditionelle Konflikte ebenso ab wie asymmetrische Bedrohungen, denen sich die US-Truppen im Irak und in Afghanistan ausgesetzt sehen.

Für die kommende Woche hat die Darpa zu einer eintägigen Konferenz eingeladen(öffnet im neuen Fenster) . Dort will sie Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Regierung das TX-Programm vorstellen.


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