Firefox-Entwickler debattieren über Erscheinungszyklus
Der Mozilla-Entwickler Benjamin Smedberg hat mit seinem Vorschlag(öffnet im neuen Fenster), etliche für die Version 3.7 geplante Neuerungen bereits vorher mit der Version 3.6 zu veröffentlichen, eine Diskussion über die Veröffentlichungspolitik innerhalb des Firefox-Entwicklerteams losgetreten. Denkbar wären laut Smedberg auch Zwischenversionen mit den Versionsnummern 3.6.x. Smedberg will Neuentwicklungen schneller an Benutzer weitergeben, etwa die Auslagerung von Plug-ins in einen eigenen Prozess und eine unterbrechungsfreie Updatefunktion. Er nennt das Projekt "Lorentz", benannt nach einem Nationalpark.
Das würde allerdings bedeuten, dass einige Neuimplementierungen in der nächsten Version 1.9.3 der Gecko Engine auf die gegenwärtig genutzte Version 1.9.2 zurückportiert werden müssten. Gecko 1.9.3 soll erst in Version 3.7 zum Einsatz kommen. Das könnte zu viele Ressourcen binden und die schon verspäteten Veröffentlichungstermine der Versionen 3.6, 3.7 und 4.0 noch weiter verzögern.
Andererseits sei die Zusammenballung zu vieler neuer Funktionen(öffnet im neuen Fenster) in einem Release ebenfalls eine Hürde, so Mozilla-Entwickler Christopher Blizzard. Viele neue Funktionen müssten noch eine intensive Testphase durchlaufen, Reparaturveröffentlichungen seien dem Benutzer aber nicht zumutbar, vor allem nicht im Unternehmensbereich.
Bislang setzten die Entwickler eher auf Qualität als auf übereilte Veröffentlichungen. Allerdings sorgen der Browserrivale Opera mit seiner neuen schnellen Javascript-Engine, die Neuveröffentlichung von Chrome, Apples Safari und nicht zuletzt der Internet Explorer zunehmend für Unruhe im Browsermarkt.
John J. Barton, Programmierer bei IBM und für die Erweiterung Firebug verantwortlich, mahnte einen schnelleren Erscheinungszyklus an(öffnet im neuen Fenster) – auch mit Blick darauf, dass IBM und seine Kunden ebenfalls ihre Entwicklungen beschleunigen. Auch Robert O'Callahan sprach sich für mehr Geschwindigkeit(öffnet im neuen Fenster) aus: Das Internet sei nicht für langlebige und stabile Browserentwicklungen ausgelegt. Allein schon die Sicherheitsupdates sorgten immer wieder für Patches.
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