WirelessHD 2.0 mit bis zu 28 GBit/s
WirelessHD funkt im Bereich von 60 GHz und soll so kurze Distanzen mit sehr hohen Datentransferraten überbrücken können. Die Technik ist gedacht, um HD-Fernseher, Blu-ray-Player und Spielekonsolen kabellos miteinander zu verbinden und auch große Dateien mit mehreren GByte zwischen den Geräten auszutauschen, wie sie für HD-Inhalte anfallen.
Hinter WirelessHD stehen rund 50 Unternehmen, darunter Broadcom, Intel, LG, Panasonic, Philips, NEC, Samsung, Sony und Toshiba.
Die neue WirelessHD-Generation soll abwärtskompatibel zu WirelessHD 1.0 sein, so dass auch Verbindungen mit den eher spärlich existierenden Geräten der ersten Generation möglich sein sollen. Dabei basiert WirelessHD auf dem IEEE-Standard 802.15.3c, der Funkübertragungen im Bereich von 60 GHz beschreibt.
WirelessHD 2.0 soll dabei höhere Datentransferraten von 10 bis 28 GBit/s erlauben, ausreichend Bandbreite auch für die Übertragung unkomprimierter und hochaufgelöster Videodaten mit hoher Farbtiefe (Deep Color). So definiert die neue WirelessHD-Generation auch die Übertragung von 3D-Formaten und Auflösungen bis 4K vor, was dem Vierfachen von 1080p entspricht und derzeit in Kinos zum Einsatz kommt.
Zudem sollen Geräte über WirelessHD künftig auch Dateien mit bis zu 1 GBit/s bei verringertem Stromverbrauch austauschen können, um beispielsweise Filme auf portable Geräte zu kopieren. Auch ein Internetzugang soll sich über WirelessHD künftig realisieren lassen. Darüber hinaus unterstützt die neue WirelessHD-Generation den Kopierschutz HDCP in der Version 2.0.
Zusammen mit der neuen Spezifikation kündigte das Konsortium auch neue Möglichkeiten zum Testen von WirelessHD-Geräten an, ein sogenanntes Authorized Self Test House (ASTH). Entwickelt wurde es von Panasonic, das intern nun das Zusammenspiel von WirelessHD-Geräten testen kann.
Konkrete Angaben, wann erste Geräte mit WirelessHD 2.0 zu erwarten sind, machte das Konsortium nicht.
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