Abo
  • Services:

Gefährliche PDFs unterwegs - Adobe-Patch am 12. Januar

Ausgeklügelte Angriffe gegen CVE-2009-4324

Im neuen Jahr sind der Adobe Reader und Adobe Acrobat weiterhin anfällig für Angriffe. Ein besonders raffinierter Angriff nutzt die als CVE-2009-4324 bekannte Lücke aus. Weder auf Anti-Viren-Software noch auf Adobe sollten sich Anwender derzeit verlassen.

Artikel veröffentlicht am ,

Derzeit sollen besonders ausgefeilte Angriffe mit PDF-Dateien im Umlauf sein, berichtet das Internet Storm Center. Die PDF-Dateien nutzen eine bekannte Sicherheitslücke in Adobes PDF-Produkten Reader und Acrobat aus. Diese Angriffe kommen zusätzlich zu den ohnehin schon im Umlauf befindlichen schädlichen PDF-Dateien.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  2. Hays AG, Frankfurt am Main

Der Angriff, der anscheinend rund um den Jahreswechsel in Umlauf gebracht wurde, soll verschiedene Stufen haben. Auf den ersten Blick sah der vom ISC analysierte Shellcode der ersten Stufe so aus, als sei er harmlos. Von der ersten Stufe aus wird die zweite Stufe gezündet. Diese öffnet die PDF-Datei direkt. In der PDF-Datei befinden sich gleich zwei schädliche Dateien.

Die erste Datei, suchost.exe, ist die eigentliche Schadsoftware. Die zweite Datei, temp.exe, hinterlässt auf dem Rechner eine harmlose PDF-Datei namens baby.pdf, um den Angriff nicht zu offensichtlich erscheinen zu lassen. Wenn der Angreifer nämlich die Angriffs-PDF-Datei öffnet, stürzt die PDF-Software ab und das Opfer könnte misstrauisch werden. Um das zu verhindern, öffnet temp.exe die harmlose Datei mit dem Namen baby.pdf - eine einfache leere Tabelle, die von einem Excel-Dokument erstellt wurde.

Das ist ein enormer Aufwand, um einen Rechner anzugreifen. Offensichtlich sind Angreifer auch bereit, die PDF-Angriffe den Opfern entsprechend anzupassen. Nutzer von Adobe Software sollten zumindest Javascript im Reader und bei Acrobat deaktivieren. Laut ISC nimmt die Anzahl der Angriffsvarianten derzeit zu, die die PDF-Sicherheitslücke ausnutzen.

Anti-Virus-Software und Adobe müssen hilflos zusehen

Eigenen Bekundungen zufolge will Adobe am 12. Januar 2010 das PDF-Sicherheitsproblem beheben. In der Zwischenzeit empfiehlt es sich, bei unerwarteten PDF-Dateien besonders vorsichtig zu sein. Laut dem ISC erkannten zum Jahreswechsel gerade einmal sechs von 40 Virenscannern den Angriff.

Der Rest würde ein PDF dieser Machart zunächst durchlassen. Die suchost.exe erkannte immerhin die Hälfte aller Virenscanner. Möglicherweise hat sich die Erkennungsrate in den letzten Tagen verbessert. Prinzipiell besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Angriffslast in der PDF-Datei durch andere Lasten ausgetauscht wird. Letztendlich fungiert die PDF-Datei hier nur als sehr ausgefeilter Träger des eigentlichen Angriffs.

Wer ein verdächtiges PDF-Dokument öffnen oder grundsätzlich auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf einen alternativen PDF-Reader wechseln. Unter Windows gibt es mit Sumatra-PDF ein besonders schlankes PDF-Anzeigeprogramm, das allerdings nur Grundfunktionen bietet. Weitere Alternativen sind der PDF X-Change Reader und der Foxit Reader.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,95€
  2. 23,49€
  3. 8,49€

Zwischenrufer 06. Jan 2010

Lang lebe LaTeX!

Rama Lama 06. Jan 2010

Scheint Dein Fachgebiet zu sein. Woher bekommst Du Deine PDFs?

Rama Lama 04. Jan 2010

"Laut dem ISC erkannten zum Jahreswechsel gerade einmal sechs von 40 Virenscannern den...

fettfleisch 04. Jan 2010

und selbst dies wird nicht ausreichen

RS 04. Jan 2010

Blackberry Enterprise Server auch wieder betroffen??? Mal sehen ob die DLL Austauschorgie...


Folgen Sie uns
       


HTC Vive Pro - Test

Das HTC Vive Pro ist ein beeindruckendes Headset und ein sehr gutes Gesamtkonzept. Allerdings zweifeln wir am Erfolg des Produktes in unserem Test - und zwar wegen des sehr hohen Kaufpreises und fehlenden Zubehörs.

HTC Vive Pro - Test Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /