Elektromobilität: In Zukunft keine Monokultur mehr

Was ist dran an der Euphorie für Elektroautos?

Elektromobilität erfreut sich großer Beliebtheit. Hersteller beflügeln die Fantasie der Käufer mit Traumautos, Energieversorger werben mit dem Zukunftsthema. Doch Experten raten zur Geduld. Immerhin könnten 2010 die ersten Autos mit Elektromotor auf den Markt kommen.

Artikel veröffentlicht am ,

Eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2020 auf deutschen Straßen rollen. Das haben Politiker in den nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität geschrieben, den sie im August 2009 verabschiedet haben. Geht es nach ihnen, soll Deutschland nicht weniger als der "Leitmarkt Elektromobilität werden und die Führungsrolle von Wissenschaft sowie der Automobil- und Zulieferindustrie behaupten."

Gründe für einen Umstieg auf umweltfreundlichere Antriebe gibt es zwar genug: Verbrennungsmotoren emittieren Kohlendioxid und tragen zur Erderwärmung bei. Die Ölreserven werden knapper und der Kraftstoff immer teurer. Doch normalerweise sind von der Regierung herausgegebene Entwicklungspläne nicht gerade dazu angetan, Begeisterung und den brennenden Wunsch zu wecken, das gesteckte Ziel möglichst vor Ablauf der Frist zu erreichen.

Elektro-Euphorie

Bei der Elektromobilität ist es einmal anders: Von Desinteresse keine Spur, Wirtschaft und Bürger scheinen geradezu in Euphorie für Elektromobilität zu verfallen. Die Hersteller wecken Begehrlichkeiten mit Autos, die praktisch serienreif sind. Dazu gehört etwa das Hybridmodell Ampera, das Opel auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellt hat, oder der Fluence, den Renault auf der gleichen Messe zeigte. Beide sollen 2011 auf den Markt kommen, der Fluence in Israel und Dänemark im Rahmen der dortigen Elektromobilitätsprojekte des Unternehmens Better Place.

Daimler präsentierte in Frankfurt die auf der B-Klasse basierende Blue-Zero-Serie. Sie besteht aus dem vollelektrischen Modell E-Cell, dem E-Cell Plus, der zusätzlich zum Akku noch einen Dreizylinder-Benzinmotor hat, der als Generator Strom erzeugt, und schließlich dem Modell F-Cell, dessen Elektromotor mit Strom aus einer Brennstoffzelle betrieben wird. Das Brennstoffzellenauto soll 2010 als Kleinserie auf den Markt kommen.

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Dabei reichen solche Alltagsfahrzeuge nicht aus, um die Fantasie der Käufer zu beflügeln. Dafür braucht es schon Traumautos wie den Tesla Roadster des US-Herstellers Tesla Motors, der auf dem Chassis des Lotus Elise basiert oder des auf dem Genfer Autosalon vorgestellten Konzeptautos Rinspeed iChange oder des von Audi auf der IAA enthüllten E-Tron. Das weiß auch Daimler-Chef Dieter Zetsche und überraschte die Besucher der Firmenpräsentation in Frankfurt mit der Ankündigung, dass die Stuttgarter ihren neuen Supersportwagen SLS AMG 2013 auch mit Elektroantrieb anbieten werden.

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Elektromobilität: In Zukunft keine Monokultur mehr 
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Slusher 05. Jan 2010

Deswegen muss man trotzdem jetzt noch nicht umsteigen. Auserdem sollen die ruhig ihre...

eiapopeia 05. Jan 2010

Nochmal eine Anmerkung zum Thema Verluste: Wenn man Sonnenenergie aus...

Slusher 05. Jan 2010

Auserdem muss ja dann trotzdem mal eine gewisse Grundwärme erzeugt werden vor allem um im...

Slusher 05. Jan 2010

Ich kenne im gesamten bekanntenkreis keinen der nicht zumindest einen verstärkten...

Slusher 05. Jan 2010

Nun, rein Theoretisch könnte man schon fast überall Steckdosen hinbasteln, aber der depp...



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