Elektromobilität: In Zukunft keine Monokultur mehr

Tauschen statt Laden

Ein besonderes Konzept, um trotz beschränkter Reichweite mit Elektroautos Überlandfahrten machen zu können, verfolgt Better Place. Das Geschäftsmodell ähnelt dem eines Mobilfunkanbieters: Der Kunde schließt ein Abonnement für eine bestimmte Kilometerzahl im Monat ab. Der Akku bleibt Eigentum des Anbieters. Dafür erhält der Kunde das Auto zu einem vergünstigten Preis. Eine Demonstrationsanlage hat Better Place im Frühjahr im japanischen Yokohama vorgestellt. In der Hauptstadt Tokio soll in Kürze eine Wechselstation in Betrieb genommen werden, an der Elektrotaxis ihre Akkus tauschen können.

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Die Studie eines US-Wissenschaftlers räumt dem System der Wechselakkus große Chancen ein. Weil die Akkus relativ teuer sind, treiben sie die Kosten für Elektroautos in die Höhe. Über ein kilometerbasiertes Abrechnungsmodell könne der Preis so gesenkt werden, dass das Elektroauto im Anschaffungspreis günstiger sei als eines mit Verbrennungsmotor, resümiert der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Becker.

Kritiker wie Paolo Tumminelli halten hingegen wenig von der Idee, die Stromspeicher auszuwechseln. "Der Akku ist eine hochwertige und sensible Komponente des Automobilbaus. Seine Qualität spielt für die Leistung des Elektroautos eine wahrnehmbare Rolle", sagte der Designer, der die Markenentwicklung des Schweizer Elektroautos Mindset übernommen hat, im Interview mit Golem.de. "Es ist fraglich, ob ein Fahrer bereit ist, einen so wichtigen Bestandteil seines Autos mit anderen zu tauschen."

Löchrige Infrastruktur, fehlende Protokolle, schwache Akkus - ist das Ziel, dass in zehn Jahren eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen kurven, überhaupt erreichbar? Hanselka ist optimistisch. Entscheidend sei, dass die Kunden die Autos auch kaufen wollen. "Wenn die auf das Thema nicht anspringen und kein Bedarf geweckt wird, dann wird das Ziel nicht erreicht. Wenn aber der Bedarf da ist, dann kann man die Zahl auch übererfüllen." Die aktuelle Begeisterung für das Thema ist da sicher eine gute Voraussetzung.

Die Aussicht für 2010

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Bis Ende des Jahres sollten, so Hanselka, die Pilotprojekte immerhin so weit sein, dass Elektromobilität sichtbar und erlebbar ist. Wer eine der acht Modellregionen besucht, sollte also Ladesäulen im Straßenbild entdecken, wie es heute in Berlin beispielsweise in den Straßen um den Kurfürstendamm der Fall ist. Er sollte ein Elektroauto mieten und ausprobieren können, wie sich elektrisches Fahren anfühlt.

Auch die ersten Autos werden im diesem Jahr erhältlich, ist Hanselka überzeugt - wenn auch nicht unbedingt als vollelektrisches Fahrzeug, sondern Autos mit einem Range Extender wie der E-Cell Plus."Damit kann man auch in nicht erschlossenen Gegenden fahren. Was nutzt schließlich ein Auto, das man nur in bestimmten Regionen fahren kann?"

Hanselka glaubt aber ohnehin nicht, dass der Elektromotor allein der Antrieb der Zukunft sein wird. Er geht davon aus, dass künftig Autos mit den unterschiedlichsten Antrieben unterwegs sein werden: Hybridfahrzeuge und Elektroautos, wasserstoffbetriebene und Autos mit Verbrennungsmotoren, die mit Biokraftstoffen laufen. "Eine Monokultur, wie wir sie heute mit den Benzin- und Dieselantrieben haben, wird es in Zukunft nicht mehr geben."

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 Elektromobilität: In Zukunft keine Monokultur mehr
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Slusher 05. Jan 2010

Deswegen muss man trotzdem jetzt noch nicht umsteigen. Auserdem sollen die ruhig ihre...

eiapopeia 05. Jan 2010

Nochmal eine Anmerkung zum Thema Verluste: Wenn man Sonnenenergie aus...

Slusher 05. Jan 2010

Auserdem muss ja dann trotzdem mal eine gewisse Grundwärme erzeugt werden vor allem um im...

Slusher 05. Jan 2010

Ich kenne im gesamten bekanntenkreis keinen der nicht zumindest einen verstärkten...



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