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Elektromobilität: In Zukunft keine Monokultur mehr

Nichts überstürzen

Angesichts der aktuellen Begeisterung mahnt Holger Hanselka im Interview mit Golem.de zur Geduld. Hanselka ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in Darmstadt und Vorstand des Forums Elektromobilität. Er hält es für einen Fehler, ungeduldig auf eine schnelle Markteinführung zu drängen, denn so würden die Unternehmen zu schnellen und unüberlegten Entscheidungen gezwungen. "Pflanzen brauchen Zeit zum Wachsen. Ich kann nicht einen Sonnenblumenkern in den Boden stecken und sagen: Morgen will ich aber eine schöne Sonnenblume haben, sondern ich muss gießen und sie wachsen lassen."

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Noch fehlt nämlich einiges, bis Elektroautos Autos mit Verbrennungsmotoren ablösen können. So wie Bertha Benz 1888 auf ihrer legendären Fahrt von Mannheim nach Pforzheim das Benzin unterwegs in der Apotheke kaufen musste, so sind heute die Fahrer von Elektroautos beim Tanken auf Improvisationslösungen angewiesen. Eine flächendeckende Infrastruktur mit Ladestationen gibt es nicht.

Deren Aufbau ist ein teures Unterfangen. Allerdings ist hier schon einiges in Bewegung. In Berlin betreiben gleich zwei Konsortien Pilotprojekte: Vattenfall zusammen mit BMW und RWE mit Daimler. RWE hat die Elektromobilität gleich zum neuen Werbethema erhoben und demonstrierte im Sommer in verschiedenen deutschen Städten Elektromobilität zum Anfassen - mit neuer Werbekampagne, Ladesäulen und dem Tesla Roadster als Blickfang. Überall wo die Roadshow haltmachte, stellte der Energieversorger auch gleich ein paar Ladesäulen auf.

Dazu kommen die von der Regierung initiierten Modellregionen, die seit dem Sommer fit gemacht werden für Elektromobilität. Das Interesse war groß: 130 Bewerbungen gingen im Verkehrsministerium ein. Acht Modellregionen mit unterschiedlichem Schwerpunkt erhielten den Zuschlag.

Begeisterung weltweit

Auch in anderen Ländern wird fleißig elektrifiziert: Großbritannien hat im Sommer ein Pilotprojekt in acht Städten gestartet. Amsterdam baut eine Infrastruktur mit Ladesäulen auf. In Kalifornien haben die Rabobank und der Solarzellenhersteller Solar City damit begonnen, entlang dem Highway 101 einen Korridor mit Ladestationen einzurichten. So soll es möglich sein, elektrisch von San Francisco über San José und Santa Barbara nach Los Angeles zu fahren.

Sehr umtriebig ist Better Place. Das Unternehmen, das der ehemalige SAP-Manager Shai Agassi gegründet hat, baut Infrastrukturen in Israel, Dänemark, Australien, Kanada sowie in den US-Bundesstaaten Hawaii und Kalifornien auf. Ab Anfang 2010 sollen elektrische Taxis Fahrgäste durch das Zentrum von Tokio kutschieren. Auch Länder wie China, in denen das Auto noch nicht so verbreitet ist, interessieren sich für das Thema.

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Slusher 05. Jan 2010

Deswegen muss man trotzdem jetzt noch nicht umsteigen. Auserdem sollen die ruhig ihre...

eiapopeia 05. Jan 2010

Nochmal eine Anmerkung zum Thema Verluste: Wenn man Sonnenenergie aus...

Slusher 05. Jan 2010

Auserdem muss ja dann trotzdem mal eine gewisse Grundwärme erzeugt werden vor allem um im...

Slusher 05. Jan 2010

Ich kenne im gesamten bekanntenkreis keinen der nicht zumindest einen verstärkten...

Slusher 05. Jan 2010

Nun, rein Theoretisch könnte man schon fast überall Steckdosen hinbasteln, aber der depp...


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