• IT-Karriere:
  • Services:

Dragon NaturallySpeaking kauft umstrittenen Konkurrenten

Spinvox erzielt unerwartet niedrigen Preis

Nuance Communications hat den Konkurrenten Spinvox für 102,5 Millionen US-Dollar übernommen, der Sprachnachrichten in Text umwandelt. Spinvox war nach einem Bericht in Bedrängnis geraten, laut dem Callcenter in Südafrika, Ägypten und auf den Philippinen die Mailboxnachrichten abhören und abtippen.

Artikel veröffentlicht am ,

Nuance Communications, der US-Hersteller der Windows-Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking, hat für 102,5 Millionen US-Dollar den Konkurrenten Spinvox übernommen. Nuance erklärte, 66 Millionen US-Dollar würden in bar und 36,5 Millionen US-Dollar in Aktien bezahlt. Der Preis für das angeschlagene britische Unternehmen gilt als niedrig.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Frankfurt am Main
  2. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main

Nuance dürfte vor allem Interessen an den Spinvox-Verträgen mit großen Mobilfunkbetreibern wie der spanischen Telefónica haben. Mit den Produkten von Spinvox können Sprachnachrichten in Textform umgewandelt und als SMS oder Texteintrag für Blogs oder Internetseiten übermittelt werden. Der Service erfordert keine Downloads auf dem mobilen Endgerät.

Nuance erklärte BBC News, es sei zu früh zu sagen, was mit den 230 Arbeitsplätzen bei Spinvox werde. Unklar sei auch, ob die Firmengründer Christina Domecq und Daniel Doulton im Unternehmen blieben.

Über 200 Millionen US-Dollar wurden seit 2004 in Spinvox investiert. Zu den Geldgebern gehörten institutionelle Anleger wie Goldman Sachs und ABN Amro, und Privatanleger wie Charles Dunstone von Carphone Warehouse.

Callcenter oder Software?

Mitte Dezember 2009 habe Spinvox einen Kredit in Höhe von 30 Millionen Pfund (33,6 Millionen Euro) nicht fristgerecht zurückzahlen können. Ein Aufschub bis Ende Januar 2010 wurde ausgehandelt, so der britische Sender. 2007 wurde ein Verlust von 47 Millionen Pfund (53 Millionen Euro) erwirtschaftet. Neuere Geschäftszahlen liegen nicht vor. Im September 2009 hatte mit Invesco einer der Anteilseigner 90 Prozent des Wertes seiner Beteiligung abgeschrieben.

Im Juli 2009 hatte BBC News berichtet, dass Spinvox die Verschriftung von Sprachnachrichten hauptsächlich Callcenter-Mitarbeitern in Südafrika, Ägypten und auf den Philippinen überlasse, was datenschutzrechtliche Bedenken aufwerfe. Die Firma dementierte den Bericht, erklärte aber, dass für die "lernende Software menschliche Mitarbeiter ein wichtiger Faktor" seien.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Verruf 31. Dez 2009

Gibs zu, eigentlich weißt du nicht was Corporate Identity ist. Streng genommen ist der...

TadäusTentakel 31. Dez 2009

Ich hab doch tatsächlich zunächst "Dragan NaturallySpeaking" gelesen. Das wäre doch mal...


Folgen Sie uns
       


Viewsonic M2 - Test

Der kleine LED-Projektor eignet sich für Präsentationen und als flexibles Kino für unterwegs.

Viewsonic M2 - Test Video aufrufen
Cyberpunk 2077: So wunderbar kaputt!
Cyberpunk 2077
So wunderbar kaputt!

Auch nach einem Monat mit Cyberpunk 2077 sind uns schlechte Grafik auf der PS4 oder die zahlreichen Bugs egal. Die toll inszenierte Dystopie macht uns nachdenklich und wird über Jahre unerreicht bleiben. Achtung, Spoiler!
Ein IMHO von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. CES 2021 So geht eine Messe in Pandemie-Zeiten
  2. USA Die falsche Toleranz im Silicon Valley muss endlich aufhören
  3. Handyortung Sinnloser Traum vom elektronischen Zaun gegen Corona

Antivirus: Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware
Antivirus
Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware

Antivirus-Software soll uns eigentlich schützen, doch das vergangene Jahr hat erneut gezeigt: Statt Schutz gibt es Sicherheitsprobleme frei Haus.
Von Moritz Tremmel

  1. NortonLifeLock Norton kauft deutschen Antivirenhersteller Avira

Biden und die IT-Konzerne: Die Zähmung der Widerspenstigen
Biden und die IT-Konzerne
Die Zähmung der Widerspenstigen

Bislang konnten sich IT-Konzerne wie Google und Facebook noch gegen eine schärfere Regulierung wehren. Das könnte sich unter Joe Biden ändern.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Quibi Mobile-Streaming-Dienst nach einem halben Jahr dicht

    •  /