Verschlüsselte USB-Sticks: Zugriff ohne gültiges Kennwort
Gefunden wurden die Fehler in speziellen USB-Sticks von Sandisk und Kingston, die jeweils nach dem FIPS-Standard der NIST für den Einsatz beim US-amerikanischen Militär sowie bei der US-amerikanischen Regierung zertifiziert wurden. Nach Syss-Angaben(öffnet im neuen Fenster) lässt sich die Kennwortüberprüfung beider Produkte leicht aushebeln. Denn beide USB-Sticks setzen auf eine Software-Lösung, die den Zugriff auf die Daten auf dem Speichermedium freigibt. Eine Hardware-Verschlüsselung bieten beide Geräte nicht.
Bei der softwareseitigen Kennwortüberprüfung musste das Ergebnis der Entschlüsselung einen bestimmten Wert zurückgeben. Wie Syss aufdeckte, ändert sich dieser Wert nie, so dass den USB-Sticks ohne großen Aufwand vorgegaukelt werden kann, dass das eingegebene Kennwort korrekt ist. Dabei spielt es keine Rolle, welches Kennwort tatsächlich eingegeben wird. Auf diesem Weg könen Unbefugte Zugriff auf alle Daten auf dem USB-Stick erlangen.
Sowohl Sandisk als auch Kingston wurden von Syss auf den Fehler aufmerksam gemacht und haben bereits Software-Updates bereitgestellt, damit dieser Angriff nicht mehr möglich ist. Betroffen sind die Kingston-Geräte Datatraveler Blackbox (DTBB), Datatraveler Secure – Privacy Edition (DTSP) sowie Datatraveler Elite – Privacy Edition (DTEP)(öffnet im neuen Fenster) sowie die Sandisk-Sticks Cruzer Enterprise USB flash drive CZ22, Cruzer Enterprise FIPS Edition USB flash drive CZ32, Cruzer Enterprise with McAfee USB flash drive CZ38 und Cruzer Enterprise FIPS Edition with McAfee USB flash drive CZ46(öffnet im neuen Fenster).
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