Rechte Flirtbörse und NPD-Webseiten gehackt
Die von den Hackern ausgelesenen Nutzerdaten inklusive E-Mail-Adressen, Passwörtern und Profilfotos belegen, dass MA-Flirt.de der rechten Szene zugehört. Entsprechend wurde die Webseite von den Hackern zeitweilig mit einem Schimpansen mit Hakenkreuz-Armbinde versehen. Derzeit ist die Webseite nicht erreichbar, es ist nur die Verzeichnisstruktur des Servers zu sehen.
In einer veröffentlichten Top-10-Liste der MA-Flirt-Passwörter tauchen Einträge wie "landser", "landser88" und "siegheil" ganz oben auf – angeführt von "123456". Aus den kopierten Nutzerdaten hat Indymedia(öffnet im neuen Fenster) einen Ausschnitt inklusive E-Mail-Adressen und Wohnorten veröffentlicht. Unter den Benutzernamen finden sich "EdelWeiss", "HaSSangriff", "heimatstoltz", "Sturmgewitter", "stahlgewitter" und "Hadolf1888".
Auch die Websites der NPD-Fraktion Sachsen und der NPD Niederbayern wurden Ziel der Hacker – auch hier inklusive ausgelesener Mitgliedsdaten oder den Adressen aus den E-Mail-Verteilern.
Rechte Webseiten waren auch in den Vorjahren auf den Chaos Communication Camps ein beliebtes Ziel für Hacks und Defacements. Allerdings sind sie auch Ende 2009 nicht die einzigen Ziele – auch Schwachstellen auf Webseiten der SPD, CSU und FDP wurden ausgenutzt. Dem Datenschutz können auch die Nutzer von flirt-datings.de adé sagen – ihre Daten wurden ebenfalls ausgelesen und veröffentlicht. Bei Harzflirt.de wurden öffentliche Fotos der Nutzer ausgelesen und in Archivdateien zum Download angeboten.
Ein Überblick der Hacks findet sich unter events.ccc.de/congress/2009/wiki/Hacked(öffnet im neuen Fenster).
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