Bildvergrößerung für den Druck
Beim Vergrößern von Digitalbildern treten schnell sichtbare Aufpixelungen sowie Randstörungen und ein Unschärfeeindruck hervor, der die Bilder für anspruchsvolle Anwendungen wie den Druck unbrauchbar macht. Adobe Photoshop und viele andere Anwendungen sind mit Algorithmen zur bikubischen Interpolation ausgerüstet, die den Effekte lindern sollen. Überzeugend sind die Ergebnisse vor allem bei höheren Vergrößerungsstufen jedoch nicht.
Akvis Magnifier kann hier keine Wunder vollbringen, besitzt jedoch einen etwas besseren Algorithmus und zahlreiche Möglichkeiten, die Feinabstimmung vorzunehmen, die motivabhängig erfolgen muss. Der Magnifier ist vor allem darauf bedacht, die Ränder scharf und glatt zu behalten. Wer will, kann Filmrauschen dazu mischen. Bei Zeichnungen sollte dieser Regler jedoch in Ruhe gelassen werden.
Akvis Magnifier kann Bilder bis maximal 30.000 x 30.000 Pixel aufziehen. Der Benutzer gibt wahlweise die Vergrößerung in Prozent oder in Pixeln ein und kann die DPI-Zahl modifizieren. Weitere Regler beeinflussen die Kantenschärfe sowie die Glättung von Farbverläufen, die Körnung und den Vereinfachungsgrad. Eine interne Unschärfemaske ist ebenfalls enthalten, doch ergab sie im Kurztest keine nennenswerten Vorteile. Die Einstellungen können gespeichert und auf weitere Bilder angewendet werden.
Vor allem bei Zeichnungen erreichte der Akvis Magnifier eine hohe Qualität bei Vergrößerungen, bei Fotos liegt das Programm etwa gleichauf mit Blow Up 2 von Alien Skin Software. Das Programm wird als eigenständige Anwendung für Mac OS X und Windows sowie als Plug-In für Adobe Photoshop angeboten. Nur das Plug-In kann mehrere Bilder hintereinander im Batchmodus bearbeiten.
Für Heimanwender kostet das Programm jeweils als Standalone- und als Plugin-Version rund 100 Euro. Die Deluxe-Version mit beiden Versionen wird für 127 Euro verkauft. Gewerbliche Anwender zahlen 190 Euro. Eine kostenlose Testversion(öffnet im neuen Fenster) für 10 Tage ist als Download verfügbar.



