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Neato XV-11 - erster Staubsaugerroboter mit Laserscanner (U)

Konkurrenz für iRobots Roomba. Das US-Unternehmen Neato Robotics will ab 2010 eigene Staubsaugerroboter auf den Markt bringen – auch in Deutschland. Das erste Modell, Neato XV-11, soll vor allem den Roombas vom Marktführer iRobot Konkurrenz machen.
/ Christian Klaß
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Der Neato XV-11 ist mit einem Laserscanner bestückt und analysiert damit bei Aktivierung und während des Staubsaugens das Zimmer. Das soll es dem Roboter ermöglichen, schneller und geplanter als die aktuellen Geräte von iRobot(öffnet im neuen Fenster) vorzugehen. Deren Roombas fahren kreuz und quer durch das Zimmer; damit sollen sie ebenfalls jeden Punkt im Zimmer mehrfach besuchen, auch wenn bewegliche Hürden wie Menschen ihren Weg kreuzen. Das führt aber auch dazu, dass die Roombas in einem für Nutzer schwer nachvollziehbaren Bewegungsmustern arbeiten, während der Neato größeren Flächen in geordneten Bahnen abfährt.

Laut Neato Robotics(öffnet im neuen Fenster) ist der XV-11 der erste Haushaltsroboter mit Laserscanner. Der Hersteller bezeichnet diesen als Room Positioning System (RPS). Der Raum wird in einem 360-Grad-Scan erfasst; bei einer Reichweite von bis zu vier Metern können Hürden mit mehr als 10 cm Höhe erkannt werden. Es soll dem Roboter helfen, Wände, Möbel und sonstige Hürden zu erkennen, die andere Staubsaugerroboter bisher nur mittels Berührungsensor feststellen. Der XV-11 soll die Objekte dann in der Regel berührungsfrei umfahren – oder unter ihnen saugen, wenn der rund 10 cm hohe Roboter hinunter passt. Wie die Konkurrenz soll sich auch der XV-11 vor Stürzen schützen können, indem die Sensoren ihn etwa vor Treppen warnen.

Selbst Teppichränder sollen mit Hilfe der Optik erkannt und an ihnen gerade entlang gefahren werden, während die Roombas nach Golem.de-Erfahrung häufig über die Ränder fahren und dabei Dreck an ihnen abstreifen. Über einen Zeitplaner kann der XV-11 nicht nur zu bestimmten Uhrzeiten und Wochentagen mit der Reinigung loslegen, sondern dabei auch automatisch bestimmte Räume anfahren. Die Roombas sind hier eingeschränkter, da sie keinen Plan der Wohnung speichern.

Auch bei der Reinigung des Bodens soll es der mit einem Zentrifugalgebläse bestückte XV-11 mit den Roombas aufnehmen können. Neato Robotics bewirbt ihn als den bisher stärksten Roboterstaubsauger, ohne jedoch weitere Daten zu nennen. Dennoch kommt auch hier zusätzlich eine Bürste zum Einsatz. Auch auf die kleine Seitenbürste der runden Roombas verzichtet Neato, da der eigene Roboter vorne eckig ist und es damit bei der Reinigung von Ecken leichter haben soll.

Ungefähr eine Stunde soll der Akku des Geräts durchhalten, danach fährt das Gerät zurück zur Dockingstation, um den Akku wieder aufzuladen. Der eingesaugte Schmutz landet in einem herausnehmbaren Behälter, der wie der daran befindliche Filter ausgeschüttelt werden kann. Eine automatische Entladung des Auffangbehälters bietet weiterhin nur der in die Jahre gekommene und deutlich teurere RC 3000 Robocleaner von Kärcher.

Der Neato XV-11 soll ab Februar 2010 in den USA erhältlich sein. Der Preis wird laut Hersteller bei 400 US-Dollar liegen, was dem Preis von iRobots teuerstem Roomba-Modell 570 entspricht. In Deutschland wird es als Roomba 581 vermarktet und kostet mit dem gleichen Zubehör aber zwei Jahren statt einem Jahr Garantie 500 Euro.

Nachtrag vom 28. Dezember 2009, um 23:05 Uhr:

Wie Neato-Robotics-Chef Max Safai gegenüber Golem.de angab, wird der Neato XV-11 sehr wahrscheinlich ab dem 2. Quartal 2010 auch in Deutschland erhältlich sein. Deutschland soll eines der ersten europäischen Länder sein, in denen das Produkt eingeführt wird.


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