Wikileaks plädiert für Zone für freie Information

Das Projekt macht sich dafür in Island stark

Zu dem angekündigten Thema Wikileaks 1.0 äußerten sich Wikileaks-Mitarbeiter Daniel Schmitt und Leiter Julian Assange nicht. Stattdessen präsentierten sie ihre Idee einer freien Zone für Information.

Artikel veröffentlicht am ,

Als Gegenpol zu den finanziellen Freizonen plädieren Wikileaks-Leiter und -Gründer Julian Assange und Wikileaks-Mitarbeiter Daniel Schmitt auf dem 26C3 für eine "Freie Zone für Informationen". Dort sollen spezielle und strikte Gesetze gelten, die die Informationsfreiheit garantieren. Als Vorbild für die Gesetzgebung soll der erste Artikel der amerikanischen Verfassung zur Redefreiheit dienen, aber auch die liberalen schwedischen Gesetze zur Informationstechnologie sowie die strikten Gesetze zum Schutz von Journalisten und deren Quellen in Belgien.

Informationsfreizone Island

Stellenmarkt
  1. IT-Systemkauffrau / -kaufmann m/w/d
    Stockmeier Holding GmbH, Bielefeld
  2. Business Intelligence Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter - Datenanalystin / Datenanalyst (m/w/d)
    Kreis Nordfriesland, Husum
Detailsuche

Island sei gegenwärtig ein idealer Kandidat für eine solche Informationsfreizone, so Wikileaks. Nach der Veröffentlichung interner Papiere der kollabierten privaten Bank Kaupthing durch Wikileaks und der anschließende Versuch die Veröffentlichung juristisch zu verhindern, sei die isländische Öffentlichkeit weitgehend für das Thema Informationsfreiheit sensibilisiert. Ein entsprechender Vorschlag seitens Wikileaks in einer populären Talkshow sei danach auf großen öffentlichen Anklang gestoßen.

Wikileaks hatte Ende August 2009 ihnen anonym zugespielte interne Papiere der Kaupthing Bank veröffentlicht. Als das staatliche Fernsehen RUV über die Dokumente berichten wollte, ereilte den öffentlich rechtlichen Sender eine einstweilige Verfügung. Stattdessen sendete RUV zwei Minuten lang die Webseite von Wikileaks als Standbild.

Assange und Schmitt betonten, die Notwendigkeit eines freien Zugangs zur und die Integrität von Informationen weltweit sei wichtiger denn je. Die Presse, die eigentlich für Enthüllungen solcher Art zuständig sei, werde immer mehr eingeschränkt, etwa durch finanzielle Kürzungen oder gar staatliche Repressionen. Internet-Einrichtungen wie Wikileaks seien eine unentbehrliche Instanz, um der Öffentlichkeit weiterhin relevante Informationen frei und unzensiert zu präsentieren. In einer freien Informationszone könnten solch neuralgischen Informationen gelagert werden, ohne dabei von Sperren oder einer Löschung bedroht zu werden.

Quellenschutz durch Technik

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wikileaks kümmert sich nicht nur um die Veröffentlichung sensibler Dokumente, sondern auch um die Quellen, die die Informationen an Wikileaks weitergeben. Die Organisation garantiert die Anonymität dieser Quellen. Wikileaks leistet dabei sowohl rechtlichen als auch technischen Beistand. Dazu gehören Tipps, wie eine Quelle auch im digitalen Netz seine Spuren verwischen kann, etwa mit der Anonymisierung über das Tor-Netzwerk.

Gegenwärtig präsentiert die Webseite Wikileaks nur einen Aufruf für Spenden an die Organisation. Dies soll bis zum 6. Januar 2010 so bleiben. Benötigt werden beispielsweise dringend zusätzliche Hardware, die die steigende Anzahl der Zugriffe bewältigen sollen. Ob sich dann Wikileaks in dem neuen Gewand 1.0 zeigen wird, das beispielsweise auch einen Twitterfeed bieten soll, war bislang nicht zu erfahren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ähm 16. Apr 2010

Warum machen´s die Frauen da droben "umsonst" ähm kostenlos?

trollhunter 30. Dez 2009

echt trollig

HansDampf 29. Dez 2009

Achso, seit diesem Datum sind also nicht die Bürgerrechte in der sog. "freien Welt...

blubbb 28. Dez 2009

Die Brisanz ist mir durchaus bewusst aber ohne Anonymität von Informanten werden...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Grafikkarten
Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
Artikel
  1. Smart Home Eco Systems: Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?
    Smart Home Eco Systems
    Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?

    Alexa, Homekit, Google Home - ist das nicht eigentlich alles das Gleiche? Nein, es gibt erhebliche Unterschiede bei Sprachsteuerung, Integration und Datenschutz. Ein Vergleich.
    Eine Analyse von Karl-Heinz Müller

  2. Hideo Kojima: Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben
    Hideo Kojima
    Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben

    Hideo Kojima arbeitete am Exklusivtitel für Stadia. Das wurde vorzeitig eingestellt, auch weil Google nicht an Einzelspieler-Games glaubte.

  3. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Razer DeathAdder V3 Pro 106,39€ • Alternate (u. a. Kingston FURY Beast RGB 32 GB DDR5-6000 226,89€, be quiet! Silent Base 802 Window 156,89€) • MindFactory (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€) • SanDisk microSDXC 400 GB 29,99€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /