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E-Plus will 3G-Netzwerk doch verstärkt mit HSPA ausbauen

Verträge mit chinesischem Netzwerkausrüster ZTE geschlossen. E-Plus will den Ausbau seines veralteten Netzes doch noch angehen. Der deutsche Mobilfunkbetreiber hat mit ZTE einen Ausrüster für den HSPA-Ausbau gefunden. Ob das 3G-Netz nun flächendeckend für schnellere Datenübertragung erweitert wird, bleibt jedoch unklar. Bisher beschränkte E-Plus sich bei HSPA auf einzelne Regionen.
/ Achim Sawall
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Die E-Plus-Gruppe und KPN Belgien haben den chinesischen Telekommunikationsausrüster ZTE für den Ausbau ihrer Netze mit HSPA ausgewählt. KPN ist der niederländische Mutterkonzern des deutschen Mobilfunkbetreibers E-Plus. Durch den Ausbau seien künftig Datenübertragungen mit bis zu 21,6 MBit/s möglich, hieß es.

E-Plus-Firmenchef Thorsten Dirks hatte im August 2008 betont, dass die Firma nicht auf einen schnellen Ausbau ihres Netz für bessere Datenübertragung setze: "Die goldene Zukunft der Branche liegt nicht im Datengeschäft" , sagte er. Der große Fehler der Branche bestehe darin, dass alle von Milliardenumsätzen mit Daten geträumt haben. "Aber das wird nicht passieren" , so Dirks vor über einem Jahr.

Ein deutschlandweiter HSDPA-Netzausbau war zu der Zeit ausdrücklich nicht geplant. Wer sein Netz mit viel Aufwand für schnelle Datenübertragung aufrüste, laufe Gefahr, die Kosten nicht wieder hereinzuholen. "Die meisten Mobilfunknutzer benötigen gar keine schnelle Datenverbindung" , sagte Dirks dann im Oktober 2008 . Erst 2009 wollte der Betreiber in einzelnen Regionen mit HSDPA starten. Den Anfang sollten mittelgroße Universitätsstädte machen. Ob nun mit ZTE ein bundesweiter HSPA-Ausbau geplant ist, wurde von E-Plus bislang nicht bestätigt. "Konkreter möchten wir zu diesem Zeitpunkt zu unseren Ausbauplänen nicht werden, da die konkrete Netzplanung erst nach der gerade erfolgten Vertragsunterzeichnung erfolgt" , sagte Firmensprecher Guido Heitmann auf Anfrage von Golem.de. Die versorgte Fläche solle aber "spürbar vergrößert werden" .

ZTE bietet Billigausbau

E-Plus räumte mit der Ankündigung zu ZTE ein, dass das Netz gegenwärtig 90 Prozent der deutschen Bevölkerung nur mit EDGE und 3G versorge. Mit ZTE würde das 3G-Netzwerk "in den nächsten Jahren weiter ausgebaut" , so das Unternehmen. Die HSPA-Verfügbarkeit für die Kunden würde so beschleunigt. Für ZTE als neuen Partner habe E-Plus sich wegen dessen attraktiver Preise entschieden.

Auch künftige, schnellere Datenübertragungsstandards würden mit dem Ausbau vorbereitet und seien leichter und schneller in die Netze zu integrieren. LTE oder Wimax gelten als Nachfolger für den Mobilfunk der dritten Generation.


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