Inpaint retuschiert unerwünschte Objekte aus Fotos
Die Benutzeroberfläche von Inpaint(öffnet im neuen Fenster) gibt sich karg – außer einem Rechteck- und Polygonwerkzeug zum Markieren stehen ein Zoom sowie eine Undo-Funktion zur Verfügung. Der Benutzer umreißt zunächst den unerwünschten Bildbereich und startet dann den Rekonstruktionsprozess. Die ausgeschnittene Fläche übermalt Inpaint mit Pixeln aus der Umgebung der Auswahl.
Die Rekonstruktion funktionierte im Kurztest bei manchen Bildern recht gut. Das Ergebnis hängt nicht nur von der Größe des ausgeschnittenen Bereichs ab, sondern auch von seiner Umgebung. Große Ausschnitte können nur schlecht ersetzt werden und bei Farbverläufen im Hintergrund (Sonnenuntergang) musste Inpaint aufgeben.
Besonders gut eignet sich Inpaint, wenn es um die Retusche von Logos, Grafitti, Stromleitungen und Texten geht. Häufig führen erst mehrere Durchläufe zum Ziel. Die grober Markierung größerer Bildflächen ist weniger erfolgversprechend als kleinere Markierungen. Inpaint liefert keine perfekten Ergebnisse, aber eine gute Basis für eine manuelle Weiterbearbeitung zum Beispiel mit Clone-Werkzeugen in einer Bildbearbeitung.
Der fortgeschrittene Nutzer würde sich eine Option wünschen, die den Bereich limitiert, aus dem Inpaint die Informationen zur Rekonstruktion des Hintergrundes nehmen darf. Dann würden viele Fehler nicht entstehen.
Teorex will neben der Standalone-Fassung von Inpaint künftig auch ein Plug-In für Photoshop anbieten. Inpaint läuft unter Windows und kostet Privatanwender rund 40 US-Dollar. Für den geschäftlichen Einsatz verlangt Teorex hingegen 100 US-Dollar.
Eine kostenlose Testversion von Inpaint(öffnet im neuen Fenster) ist ebenfalls zum Download erhältlich – sie kann aber keine Bilder speichern.