Toshiba steckt 1,54 Milliarden Euro in Flashspeicherfabrik
Toshiba will 200 Milliarden Yen (1,54 Milliarden Euro) in den Ausbau seiner NAND-Flash-Produktion stecken. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkan Kogyo Shimbun(öffnet im neuen Fenster). Im April 2010 soll die Flashproduktion des japanischen Technologiekonzerns um 40 Prozent gesteigert werden, schreibt die Zeitung.
Die 300-Millimeter-Fertigung in der Fabrik in Yokkaichi werde von monatlich 260.000 auf 360.000 angehoben. Insgesamt werde Toshiba bis März 2012 500 Milliarden Yen (3,85 Milliarden Euro) in sein Halbleitergeschäft investieren.
Ende Oktober 2008 hatte Toshiba 100 Milliarden Yen (771 Millionen Euro) für einen Teil des SD-Card-Maschinenparks von seinem Joint-Venture-Partner Sandisk bezahlt. Die verbleibenden 70 Prozent würden weiter zusammen betrieben, gab das Unternehmen bekannt.
Toshiba hatte am 15. Dezember 2009 ein NAND-Flash-Modul mit 64-GByte-Kapazität vorgestellt. Die Massenproduktion soll im ersten Quartal 2010 starten, hieß es von dem Unternehmen. Einsatzbereiche seien Smartphones, Mobiltelefone, Netbooks und digitale Videokameras.
Nach Angaben der Marktforscher von iSuppli ist der globale Umsatz mit NAND-Flashbausteinen im dritten Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal um 26 Prozent auf 3,94 Milliarden US-Dollar angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Zuwachs 39 Prozent. Toshiba, mit 34,6 Prozent Marktanteil der zweitgrößte NAND-Flashanbieter der Welt, konnte den Umsatz in dem Bereich um 48 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar anheben. Gegenüber dem dritten Quartal 2008 betrug der Zuwachs sogar 57 Prozent. Weltmarktführer ist Samsung mit 39,3 Prozent am Weltmarkt.