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Microsoft-Patent: Daddelverbot für übergewichtige Spieler?

Spiele-Avatare könnten künftig mit echten Gesundheitsdaten verbunden werden. Bluthochdruck, Übergewicht oder sonstige gesundheitliche Probleme können künftig dazu führen, dass die Betroffenen in Computerspielen nicht antreten dürfen - so jedenfalls Microsoft in einem Patentantrag. Der könnte unter anderem bei der Bewegungssteuerung "Project Natal" eine Rolle spielen.
/ Peter Steinlechner
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"In einem Spielewettbewerb könnten nur bestimmte Gesundheitslevel zur Teilnahme zugelassen werden" , beschreiben die Anwälte von Microsoft einen am 16. Dezember 2009 beim US Patent & Trademark Office eingereichten Antrag mit dem Titel " Avatar individualized by Physical Characteristic(öffnet im neuen Fenster) " . In dem Patent geht es unter anderem darum, die körperlichen Daten des Spielers mit seinem alter Ego in einer virtuellen Welt zu verbinden - und ausdrücklich auch darum, bestimmte Personengruppen etwa durch verkürzte Spielzeit zum Echtweltsport zu bewegen.

Neben dem Gewicht und dem Body-Mass-Index führt der Patentantrag auch Parameter wie den Blutdruck, die Herzschlagfrequenz, die Lungenfunktion und die Stärke auf. Die Daten können aus Datensammlungen von Dritten oder von Gesundheitskarten übernommen oder durch Sensoren - die etwa den Blutdruck messen - ermittelt werden. Die Juristen weisen sogar darauf hin, dass sich bei der Ermittlung des Gesundheitszustandes neuere Daten stärker gewichten lassen als ältere.

Was Microsoft mit dem Patent vorhat - falls es nicht nur dem Schutz vor Klagen durch Dritte dient - ist unklar. Vorstellbar wäre, dass es beim Bewegungssteuerungssystem Project Natal Anwendung findet, das voraussichtlich Mitte oder Ende 2010 für die Xbox 360 auf den Markt kommt.


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