Google Wave - wozu es gut ist und wie es funktioniert

Was sich mit einer schnellen Webapplikation machen lässt, zeigt beispielsweise die in Google Wave integrierte Rechtschreibkorrektur Spelly. Wie von nativen Applikationen bekannt, macht diese schon beim Tippen kontextbezogene Korrekturvorschläge und schlägt Wortvervollständigungen vor, die auch andere Teilnehmer einer Wave sehen können. Die eigentliche Rechtschreibkorrektur ist aber individuell auf den Nutzer angepasst.

Mit Open Source zum Erfolg

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Damit Wave zu einem Erfolg wird, setzt Google nicht nur auf ein offenes Protokoll, sondern will auch weite Teile der eigenen Wave-Implementierung als Open Source freigeben. Erste Wave-Komponenten sind bereits als Open Source verfügbar, bei anderen wird die Veröffentlichung noch etwas auf sich warten lassen. Derzeit arbeitet Google beispielsweise daran, den Wave-Server als Open Source bereitzustellen, muss diesen dazu aber umbauen. Die aktuelle Implementierung nutzt einige Google-Komponenten, die nicht Open Source werden sollen; beispielsweise greift das System derzeit auf Technik der Google-Suche zurück. Bis Mitte 2010 soll der Server weitgehend Open Source sein und auch der Webclient wird als Open Source freigegeben, verspricht Google.

Fazit

Google Wave ist kein fertiges Produkt, sondern ein Experiment, das Google in einem frühen Stadium externen Nutzern und vor allem Entwicklern zugänglich macht. Das Ziel, einen Nachfolger für E-Mail zu schaffen und das mit heute populären Methoden der Echtzeitkommunikation zu verbinden, ist hochgegriffen und verleitet dazu, schon heute ein Scheitern vorauszusagen. Blendet man aber die Details aus, muss man feststellen, dass Googles Herangehensweise zumindest nicht ganz verkehrt wirkt: Google schafft offene Protokolle und Schnittstellen, bemüht sich, andere Entwickler frühzeitig mit einzubeziehen und will die für Wave notwendige Software praktisch komplett als Open Source freigeben. Dabei verlässt sich Google nicht darauf, in jahrelanger Abstimmung einen Standard zu schaffen, der allen Bedürfnissen gerecht wird - und daran scheitert, sondern verfolgt mit seinem Produkt Google Wave den sicherlich notwendigen Alleingang, der dem Vorhaben eine gewisse Dynamik verleiht.

Spannend wird die Frage, wie Google Wave letztendlich eingeführt werden soll. Denkbar wäre eine Integration mit Google Mail, was dem Dienst einen Startvorteil in Form einer nennenswerten Nutzerbasis verschaffen würde, um dem bei neuen Kommunikationsdiensten üblichen Henne-Ei-Problem beizukommen.

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Dabei sind die heute hakeligen Funktionen und Ähnliches kein ernsthafter Kritikpunkt, denn es ist davon auszugehen, dass das fertige Wave-Produkt anders wird als das, was heute zum Testen bereitsteht. Google ist dafür bekannt, vieles auszuprobieren und anhand von Nutzungsdaten zu entscheiden, welche Funktionen für die breite Masse freigeschaltet werden. Und Wave ist ganz explizit noch nicht für die breite Masse geeignet.

Wave-Erfinder Lars Rasmussen räumt ein: Entweder Wave funktioniert, oder es wird komplett scheitern. Das klingt nach einer realistischen Einschätzung.

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lilalu1234 20. Mai 2010

aber recht hat er kacknoob

path 06. Jan 2010

Lies mal zum Thema Projektmanagement mit Wave folgendes Blogpost: http://blog.gwaver.net...

Moin 02. Jan 2010

Das man erst später zugefügt wird kann aber auch durchaus beabsichtigt sein, sodass...

msn 30. Dez 2009

Bitte bitte eine Einladung an majunk@msn.com Danke



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