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Dungeons & Dragons: Surfacescape auf Microsofts Surface

Konzept zeigt Möglichkeiten von Surface für Pen-&-Paper-Rollenspiele. Microsofts Surface eignet sich mit seinen Multitouch -Fähigkeiten auch für sogenannte Pen-&-Paper-Rollenspiele. Das zeigt ein Forschungsprojekt der Carnegie Mellon University, das mit dem Multitouchtisch arbeitet.
/ Andreas Sebayang
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Pen-&-Paper-Rollenspiele werden normalerweise mit Stift und Papier gespielt. Eine Gruppe von Spielern lauscht dabei den Erzählungen des Spielleiters und agiert entsprechend den Anforderungen des Abenteuers. Es wird gewürfelt, gekritzelt und ein bisschen geschauspielert.

Studenten der Carnegie Mellon University wollen dieses Prinzip weiterentwickeln und an die digitale Welt anpassen. Genauer gesagt: an den Multitouchtisch Surface von Microsoft. Für ihr erstes Konzept haben sie sich an Dungeons & Dragons(öffnet im neuen Fenster) orientiert. Einem Rollenspiel, das 1974 veröffentlicht wurde.

 
Video: Surfacescape-Konzept auf Microsofts Surface mit vernetztem Computer des Spielleiters

Das Team mit sieben Mitgliedern macht sich dabei die Tischform des Multitouchgeräts zunutze. Surface ist damit für Gesellschaftsspiele oder Rollenspiele gut geeignet. Die Abenteuergruppe versammelt sich um den Tisch und lauscht dem Spielleiter, der kein Buch in den Händen hält, sondern einen mit Surface vernetzten PC.

Mit diesem steuert er das, was die Spieler auf dem Bildschirm des Tischs zu sehen bekommen. Wie bei einem Brettspiel gibt es ein Feld, das in einzelne kleine Felder aufgeteilt ist. Auf diese stellen die Spieler ihre Figuren, die der Surface-Tisch dank Sensoren erkennen kann. Die Spieler würfeln außerdem virtuell mit einem W20, also einem Spielwürfel(öffnet im neuen Fenster) mit 20 Seiten.

Es gibt aber auch Überlegungen, einen W20 vom Tisch direkt erkennen zu lassen. Normalerweise werden Objekte wie etwa Spielfiguren mit speziellen und großen Markierungen versehen, damit der Tisch sie erkennen kann. Ein Würfel ist für diese Tags vermutlich nicht groß genug. Die Spieler können zudem Aktionen direkt mit Fingergesten auf dem Tisch durchführen. Da der Tisch 52 Fingerpositionen erkennen kann, ist es prinzipiell auch möglich, dass mehrere Spieler gleichzeitig agieren.

Bis das Konzept auch in den Heimen der Rollenspieler ankommen wird, müssen noch einige Bedingungen erfüllt werden. Unter anderem muss die Entwicklung ein marktreifes Stadium erreichen, derzeit ist es nämlich nur ein Forschungsprojekt. Der Tisch reagiert zudem empfindlich auf bestimmte Lichtquellen im Raum, die die fünf Infrarotkameras des Tisches durcheinanderbringen. Außerdem muss Surface günstiger werden. Bei einem Nettopreis von 11.000 Euro ist der Tisch derzeit nur etwas für Unternehmen.

Surfacescape ist bereits seit August 2009 in der Entwicklung, also kurz nach der Veröffentlichung des SDK über MSDN-AA .

Weitere Informationen zu Surfacescape gibt es auf der Webseite des Projekts(öffnet im neuen Fenster) sowie im zweiteiligen Interview ( Teil 1(öffnet im neuen Fenster) , Teil 2(öffnet im neuen Fenster) ) mit einem Studenten des Entertainment Technology Center der Carnegie Mellon University in Microsofts Surface-Blog.


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