E-Book-Reader sind cool, aber...

Wo kommen die Bücher her?

Immerhin hat sich die Einsicht breitgemacht, dass ein Angebot, über das Nutzer legal Inhalte beziehen können, das unrechtmäßige Herunterladen von Inhalten eindämmen kann. Also machte der Börsenverein aus der 2007 eingerichteten Datenbank für lieferbare deutschsprachige Bücher ein Vertriebsportal für elektronische Bücher. Im März 2009 wurde das umgebaute Portal Libreka eröffnet.

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Entscheidet sich der Nutzer zum Kauf bei Libreka, wird er feststellen, dass die meisten digitalen Bücher mit einem digitalen Rechtemanagement (DRM) ausgestattet sind. Das schützt, so Libreka, die E-Books "gegen unerlaubte Vervielfältigung". Im Klartext: Was mit gedruckten Büchern geht - sie verleihen oder nach der Lektüre im Antiquariat verkaufen -, verhindert die von Adobe entwickelte Verschlüsselungstechnik.

 

Dem Nutzer bereitet das DRM aber auch ohne Verleih oder Verkauf einige Mühe. Bevor er ein E-Book lesen kann, muss er es erst reichlich umständlich freischalten. Dafür braucht er zunächst eine sogenannte Adobe-ID sowie die Software "Adobe Digital Editions" (ADE). Die läuft derzeit nur auf Computern mit Windows oder Mac OS, nicht aber auf solchen mit Linux. Weiteres Manko: Nicht alle E-Book-Reader unterstützen das Adobe-DRM. Wer das falsche Gerät besitzt, kann nicht bei Libreka einkaufen.

Stolperstein DRM

Unterm Strich: Die Nutzer sollen ein virtuelles Buch kaufen, das komplizierter zu handhaben ist und mit dem sie weniger anfangen können als mit einem aus Papier. Dafür sollen sie aber fast den gleichen Preis bezahlen. Der wirtschaftliche Erfolg des Angebotes ist entsprechend übersichtlich: Glaubt man dem Dokument "Zur Buchmesse 200: Libreka ungeschminkt", das zur Buchmesse auf Wikileaks aufgetaucht war, hat Libreka im September 32 E-Books verkauft.

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"Ja, ein restriktives DRM und Nutzungsbeschränkungen sind verkaufsverhindernd, da sollten wir von der Musikindustrie lernen", gibt auch Beck zu. "Aber Verleihen und Weiterverkaufen sind auch in der Musikindustrie zumindest rechtlich immer noch nicht erlaubt." Die jedoch hat sich - insofern hinkt der Vergleich - unter dem Druck einer Reihe von Anbietern, allen voran Amazon, vom DRM verabschiedet und verkauft digitale Musik inzwischen im MP3-Format. Der Leser dürfte ohnehin eher den Vergleich zum gedruckten Buch ziehen, das er, so oft er will, verleihen oder problemlos weiterverkaufen kann. Hier muss sich noch etwas tun, um die Akzeptanz zu erhöhen.

 

Die Technik steht dem nicht im Weg: Adobe wird in die kommende Version der Software die Möglichkeit implementieren, die digitalen Bücher zu verleihen. Ob die Anbieter mitmachen, wird sich zeigen.

Erfolg ohne DRM

Dabei ist Erfolg gar nicht von Schutzrechten abhängig. Der kanadische Autor Cory Doctorow etwa stellt - mit Erlaubnis seines Verlages - seine Bücher unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC) kostenlos im Internet zur Verfügung. Mit Erfolg: "Die meisten betrachten meine elektronischen Bücher als Lockmittel, nicht als Ersatz für die gedruckten.", sagte er im Frühjahr im Gespräch mit Golem.de. "Tatsächlich verkaufen sich meine Bücher besser als es der Verlag erwartet hat." Der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho kurbelte den Verkauf seiner Bücher in Russland an, indem er einen seiner Romane über das Internet verteilte. In nur einem Jahr verzehnfachte er so seine Verkäufe.

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spanther 01. Jan 2010

Weil ich so bin! :D Und total überdreht, weil ich vorgestern auf gestern also die Nacht...

spanther 30. Dez 2009

Nur das wir mit unserer DVD immernoch mit einem Standard glücklich sind, während andere...

Der Kaiser! 29. Dez 2009

Ich will mich gemütlich in eine Ecke setzen und Probe lesen. Das ist Teil des Kaufes...

gouranga 28. Dez 2009

Ich glaube auch, dass Apple demnächst soein Gerät rausbringt und dann alle sagen, wie...

Siga59074529075 28. Dez 2009

Gerade bei cnbc/bloomberg blablabla kindle beliebtes e-gerät-geschenk aller Zeiten...



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