E-Book-Reader sind cool, aber...

Aber nicht nur Hersteller aus Übersee bieten solche Geräte an. Aus Berlin etwa stammt der Txtr Reader, um den der Hersteller gleich eine ganze Community aufbaut. Der französische Hersteller Bookeen ist mit dem Cybook Gen3 und dem handlichen Cybook Opus auf dem deutschen Markt vertreten. Der ukrainische Hersteller Pocketbook hat kürzlich die auf der IFA präsentierten Modelle Pocketbook 360° und Pocketbook 301 hierzulande herausgebracht.

Verkaufsschlager in den USA, Zurückhaltung bei uns

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Anders als die US-Bürger, die sich auf die Geräte stürzen, sind die Deutschen zurückhaltend. Das liegt zum einen am Preis: Die Geräte sind relativ teuer. 200 bis 300 Euro muss der Käufer für so ein Gerät bezahlen. Doch anders als in den USA, wo die digitalen Bücher deutlich günstiger sind als die gedruckten, haben die Käufer hierzulande kaum einen Preisvorteil beim Kauf von E-Books.

 

Ein digitales Buch sei etwa 15 Prozent günstiger als ein gedrucktes, schreibt Jonathan Beck vom Beck-Verlag in einem Blogkommentar. Zum Vergleich: Amazon oder Barnes & Noble bieten in den USA E-Books zum halben Preis der gedruckten Ausgabe an, stoßen mit ihrem Preisdiktat allerdings auch nicht auf die Zustimmung der Verlage.

Die Ersparnis von 15 Prozent entspricht laut Beck in etwa den Kosten für Druck und Papier. "Der Großteil der Verlagskosten entsteht dabei, die Autoren zum Schreiben zu bringen und sie dafür zu honorieren, ihre Texte zu lektorieren und diese schließlich dem Buchhandel und der Presse nahezubringen. Diese Arbeit wird durch das E-Book nicht weniger." Dazu komme die Mehrwertsteuer: Für ein gedrucktes Buch beträgt sie 7 Prozent. Für ein E-Book hingegen verlangt das Finanzamt den vollen Satz von 19 Prozent. Sei ein E-Book 15 Prozent günstiger als ein gedrucktes, büßten Buchhändler und Verlag 20 Prozent ihres Erlöses ein, sagt Beck. Die spanische Regierung hat kürzlich angekündigt, die digitalen steuerlich den gedruckten Büchern gleichzusetzen.

Formate: offen oder proprietär?

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Hinzu kommt die Unsicherheit bei den Formaten. Zwar gibt es das offene Format ePub, das das International Digital Publishing Forum (IDPF) 2007 für digitale Publikationen entwickelt hat. Einige Hersteller wie etwa Sony setzen auf dieses Format. Längst aber nicht alle. Marktführer Amazon beispielsweise weigert sich, ePub auf das Kindle zu bringen. Auch Konkurrent Barnes & Noble setzt in seinem digitalen Buchshop lieber auf ein proprietäres Format.

Dahinter stecken natürlich handfeste wirtschaftliche Interessen: Wer sich für Amazons Kindle oder den Nook von Barnes & Noble entscheidet, muss gezwungenermaßen bei den beiden Anbietern auch künftig seinen Lesestoff kaufen. Darunter leidet der Kunde, der Texte seiner Wahl beim Händler seiner Wahl kaufen und sie lesen will, wann, wo und auf welchem Gerät er möchte. Seinen deutschen Kunden macht es Amazon zusätzlich noch dadurch schwer, dass kaum deutsche E-Books im Kindle-Shop angeboten werden.

Hierzulande, so scheint es auf den ersten Blick, hat die Buchbranche aus den negativen Erfahrungen der Musikindustrie gelernt und versucht, im digitalen Geschäft kräftig mitzumischen. Besonders geschickt ist das Vorgehen jedoch nicht. So hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2008 - noch bevor das Geschäft mit den E-Books anlaufen konnte - festgelegt, dass E-Books wie gedruckte Bücher der Buchpreisbindung unterliegen.

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spanther 01. Jan 2010

Weil ich so bin! :D Und total überdreht, weil ich vorgestern auf gestern also die Nacht...

spanther 30. Dez 2009

Nur das wir mit unserer DVD immernoch mit einem Standard glücklich sind, während andere...

Der Kaiser! 29. Dez 2009

Ich will mich gemütlich in eine Ecke setzen und Probe lesen. Das ist Teil des Kaufes...

gouranga 28. Dez 2009

Ich glaube auch, dass Apple demnächst soein Gerät rausbringt und dann alle sagen, wie...

Siga59074529075 28. Dez 2009

Gerade bei cnbc/bloomberg blablabla kindle beliebtes e-gerät-geschenk aller Zeiten...



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