Palm leidet unter hohen Kosten für Pre- und Pixi-Vermarktung

Verluste über den Erwartungen der Analysten

Der Smartphone-Hersteller Palm häuft erneut Verluste an, weil die Vermarktungskosten für das Palm Pre und Palm Pixi sehr hoch sind. Firmenchef Rubinstein beklagte, das Geschäftsfeld sei sehr wettbewerbsintensiv.

Artikel veröffentlicht am ,

Palm hat zum zehnten Mal in Folge ein Quartal mit Verlust abgeschlossen. Im zweiten Finanzquartal erwirtschaftete der Hersteller von Smartphones einen Verlust von 85,4 Millionen US-Dollar (54 Cent pro Aktie). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Minus mit 508,6 Millionen US-Dollar (4,64 Dollar pro Aktie) noch weitaus höher. 2008 wurde das Ergebnis von einer höheren Steuerforderung belastet.

Stellenmarkt
  1. Inhouse Consultant (m/w/d) DMS/CRM
    Allianz Real Estate GmbH, Stuttgart
  2. Mitarbeiter (m/w/d) First Level Support/IT-Service Desk
    WDR mediagroup digital GmbH, Köln
Detailsuche

Vor Sonderposten lag der Verlust bei 37 Cent pro Aktie, die Analysten hatten auf der Basis nur einen Verlust von 33 Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal um 59 Prozent auf 78,1 Millionen US-Dollar.

Die Vermarktungsausgaben für das Palm Pixi und das Palm Pre stiegen stark an, was die operativen Kosten des Unternehmens um 21 Prozent in die Höhe trieb. Ob sich die hohen Ausgaben gelohnt haben, ist noch nicht absehbar. Ilya Grozovsky, Analyst bei der Investmentbank Morgan Joseph, sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg: "Die Hauptsorge ist im Moment die Tatsache, dass die Verkaufszahlen nicht so robust sein werden, wie alle gehofft haben." Laut Gartner hat Research In Motion im dritten Quartal einen Anteil von 20,8 Prozent am weltweiten Smartphonemarkt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres besetzte die Firma 15,9 Prozent des Marktes. Apple steigerte seinen Anteil von 12,9 Prozent auf 17,1 Prozent. Palm fiel dagegen in dem Zeitraum von 2,7 Prozent auf 1,4 Prozent zurück.

783.000 Smartphones verkauft

In den USA bietet der Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel die Palm-Endgeräte an. Seit Oktober, also im vierten Quartal 2009, begann der Verkauf des Pre in Großbritannien, Irland, Deutschland und Spanien. 10 Prozent des Umsatzes kämen aus dem Ausland, erklärte Palm nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Im aktuellen Palm-Berichtszeitraum wurden 783.000 Smartphones verkauft, das sind 5 Prozent weniger als im Vorquartal.

Golem Karrierewelt
  1. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    27.-29.09.2022, virtuell
  2. Certified Network Defender (CND): virtueller Fünf-Tage-Workshop
    17.-21.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Dies wird zu einem sehr wettbewerbsintensiven Geschäftsfeld", sagte Palm-Chef Jon Rubinstein. "Wir verfolgen hier einen sehr guten Plan und werden das weiterhin umsetzen."

Entwicklerprogramm rund um WebOS

Palm will auf der CES Anfang Januar 2010 in Las Vegas, USA, allen Interessierten das neue Entwicklerprogramm rund um WebOS vorstellen. Bisher befindet sich das Projekt in einer Frühphase und auch Palms Softwareshop App Catalog ist noch im Betastadium. Palm erwartet, schon bald mehrere tausend WebOS-Programme im App Catalog anbieten zu können. Derzeit sind dort etwas über 800 Produkte verzeichnet.

Nach Aussagen von Rubinstein ist nicht damit zu rechnen, dass zur CES 2010 neue Geräte vorgestellt werden. Denn Palm hält es nicht für sinnvoll, ein breites Produktsortiment anzubieten. Wichtiger sei es, eine kleine Auswahl guter Produkte zu haben. Daher will sich Palm zunächst darauf konzentrieren, die Vermarktung von Palm Pre und Palm Pixi weiter voranzutreiben und weitere Netzbetreiber für eine künftige Zusammenarbeit zu finden. [von Ingo Pakalski und Achim Sawall]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


mars96 31. Dez 2009

Wenn man sich hier die Antworten so anschaut, scheinen viele noch nicht den Überblick...

iLOL 20. Dez 2009

... zumindest hat man manchmal stark den Eindruck hier. Und anstatt sich nächtelang auf...

Prefix 19. Dez 2009

Dito, mir kommt auch schon seid langer Zeit kein Nokia mehr ins Haus. Ich werd mir mal...

Dark Harry 19. Dez 2009

Das passiert halt, wenn man seine Fans jahrelang vergrault. Frueher war der PDA ein muss...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ryzen 7950X/7700X im Test
Brachialer Beginn einer neuen AMD-Ära

Nie waren die Ryzen-CPUs besser: extrem schnell, DDR5-Speicher, PCIe Gen5, integrierte Grafik. Der (thermische) Preis dafür ist jedoch hoch.
Ein Test von Marc Sauter und Martin Böckmann

Ryzen 7950X/7700X im Test: Brachialer Beginn einer neuen AMD-Ära
Artikel
  1. US-Whistleblower: Putin verleiht Snowden die russische Staatsbürgerschaft
    US-Whistleblower
    Putin verleiht Snowden die russische Staatsbürgerschaft

    US-Whistleblower Edward Snowden ist nun auch russischer Staatsbürger. Für den Krieg gegen die Ukraine kann er aber vorerst nicht eingezogen werden.

  2. Das System E-Mail: Schritt für Schritt vom Sender zum Empfänger
    Das System E-Mail
    Schritt für Schritt vom Sender zum Empfänger

    E-Mail verhalf dem Internet zum Durchbruch, als es noch Arpanet hieß. Zeit für einen Blick auf die Hintergründe dieses Systems - nebst Tipps für einen eigenen Mailserver.
    Von Florian Bottke

  3. Rechenzentren: IT des Bundes ignoriert eigene umweltpolitische Vorgaben
    Rechenzentren
    IT des Bundes ignoriert eigene umweltpolitische Vorgaben

    Bei 184 Rechenzentren und einem hohen Einkaufsvolumen für Technik hat die Bundes-IT eine große Bedeutung. Doch die Abwärme und erneuerbare Energien werden viel zu wenig genutzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Verkauf bei MMS • CyberWeek: PC-Zubehör, Werkzeug & Co. • Günstig wie nie: Gigabyte RX 6900 XT 864,15€, MSI RTX 3090 1.159€, Fractal Design RGB Tower 129,90€ • MindStar (Palit RTX 3070 549€) • Thrustmaster T300 RS GT 299,99€ • Alternate (iPad Air (2022) 256GB 949,90€) [Werbung]
    •  /