Absurder Jugendschutz: Aliens vs. Predator in Australien
Das Rollenspiel Risen hat in Australien keine Freigabe erhalten, weil in dem Werk von Piranha Bytes zu viele drogenähnliche Substanzen vorkommen. Im Falle von Left 4 Dead 2 ist Electronic Arts mit seinen Bemühungen gescheitert, das Spiel ohne Schnitte veröffentlichen zu können. Ähnlich sah es bei Aliens vs. Predator aus, das laut Publisher Sega im Februar 2010 für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheint. Das Spiel enthält tatsächlich jede Menge brutale Szenen – Sega Deutschland verzichtet deshalb von vornherein auf eine Veröffentlichung.
In Australien hat die zuständige Behörde Australian Classification Review Board(öffnet im neuen Fenster) eine Freigabe ab 15 Jahren ebenfalls abgelehnt – was dort die höchste Altersgrenze ist, eine Zulassung ab 18 Jahren ist gesetzlich nicht vorgesehen. Allerdings hat die örtliche Sega-Niederlassung Einspruch eingelegt und ist damit durchgekommen: Aliens vs. Predator darf auf dem Kontinent sogar ohne Schnitte veröffentlicht werden. Über die Gründe ist nichts bekannt.
In Australien hat die Entscheidung zu politischen Diskussionen geführt. Staatliche Stellen überlegen nun, eine zusätzliche Altersfreigabe ab 18 Jahren einzuführen – schließlich gibt es die für Filme schon länger. Dabei ist auch die Ansicht der Bevölkerung gefragt: Wer seine Meinung in den Diskurs einbringen möchte, kann das über ein offizielles, im Internet erhältliches Diskussionspapier(öffnet im neuen Fenster) tun.
Aliens vs. Predator entsteht beim britischen Entwickler Rebellion und ist die Neuauflage eines Programms, das erstmals 1994 erschienen war. Spieler steuern in drei Kampagnen einen Space Marine und dann die aus dem Kino bekannten Außerirdischen, den Predator und den Alien.



