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Bluetooth 4.0 setzt auf hohe Energieeffizienz

Geringer Stromverbrauch soll neue Anwendungsbereiche erschließen. Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) hat die Spezifikation einer neuen, besonders stromsparenden Bluetooth-Generation abgeschlossen. Bluetooth 4.0 soll dank verringertem Stromverbrauch in neue Bereiche vorstoßen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Version 4.0 der Bluetooth-Spezifikation soll für geringeren Stromverbrauch sorgen, sowohl bei Lastspitzen als auch im Idle-Modus. Als Stromversorgung sollen typische Knopfzellen ausreichen, so dass die Bluetooth-Technik in neue Geräteklassen integriert werden kann, die jahrelang mit einer Batterie laufen.

Dabei sind zwei Modi vorgesehen: Bei Dual-Mode-Implementierungen kommt die neue stromsparende Bluetooth-Technik zusammen mit klassischen Bluetooth-Chips zum Einsatz, so dass viele Komponenten bestehender Bluetooth-Implementierungen genutzt werden können. Das hält die Kosten zur Integration der neuen, besonders sparsamen Technik gering. Auch können bestehende Chips für Bluetooth v2.1 + EDR oder Bluetooth v3.0 + HS mit dem neuen Low-Energy-Stack erweitert werden.

Darüber hinaus lassen sich Single-Mode-Chips herstellen, die für kompakte Geräte geeignet sind. Sie verfügen über eine sehr schlanke Link-Schicht, die sich durch extrem geringen Stromverbrauch im Idle-Modus, einfache Geräteentdeckung sowie stabile Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen auszeichnen soll. So soll es die Link-Schicht in den Controllern erlauben, kleine Sensoren per Bluetooth mit dem Internet zu verbinden.

Die stromsparende Bluetooth-Variante setzt auf kurze Pakete mit 8 bis 27 Oktetts, die mit 1 MBit/s übertragen werden. Gefunkt wird im 2,4-GHz-Bereich, wobei Frequency-Hopping Störungen mit anderen Geräten minimieren soll. Ein großer Teil der Logik wird zudem in den Controller verfrachtet, so dass die Hosts die meiste Zeit im Schlummermodus verbringen können und nur gezielt aufgeweckt werden, wenn es für sie etwas zu tun gibt.

Damit das Stromsparen nicht zur Bremse wird, sollen sich Verbindungen in nur 3 ms aufbauen und Daten übertragen lassen. Die Reichweite soll dank eines erhöhten Modulationsindexes auf über 100 Meter steigen. Eine 24-Bit-Fehlerkorrektur soll die Verbindungen robust machen, verschlüsselt wird zudem mit AES-128.

Um eine Vielzahl an Geräten miteinander verbinden zu können, kommen 32-Bit-Adressen zum Einsatz. Auch Mesh-Netze sollen sich auf dieser Basis realisieren lassen.


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